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    Wer wird neuer Parteichef? Warum wählen nicht die Mitglieder? Die 11 wichtigsten Fragen zum Rennen um den CDU-Vorsitz

    Zusammenfassung:Drei Männer aus NRW treten an – nur einer kann CDU-Chef werden.picture alliance / ASSOCIATED PRESS |

      Drei Männer aus NRW treten an – nur einer kann CDU-Chef werden.

      picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Christian Mang

      Am Samstag wählt die CDU einen neuen Parteichef. Zur Wahl stehen NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, Wirtschaftsexperte Friedrich Merz und der Bundestagsabgeordnete Norbert Röttgen.

      Es wird eine knappe Entscheidung zwischen Laschet und Merz erwartet. Der neue CDU-Parteichef hat gute Chancen auch Kanzlerkandidat der Union zu werden.

      Business Insider beantwortet die wichtigsten Fragen zum Parteitag.

      Mehr Artikel auf Business Insider findet ihr hier.

      Es ist eine der wichtigsten politischen Entscheidungen in diesem Jahr. Am Samstag wählt die CDU auf einem digitalen Parteitag einen neuen Vorsitzenden. Zur Wahl stehen NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, Wirtschaftsexperte Friedrich Merz und der Außenpolitiker Norbert Röttgen. Wie die Delegierten abstimmen, wird großen Einfluss auf die sechs Landtagswahlen und auch auf die Bundestagswahl im September haben.

      Business Insider klärt die wichtigsten Fragen.

      Warum dürfen die Mitglieder nicht über den Parteivorsitzenden abstimmen?

      Es gab Initiativen für eine Urwahl, doch der Antrag erhielt keine Mehrheit. Die CDU formuliert das so: „Die CDU hat sich zuletzt auf ihrem Parteitag im Dezember 2019 mit deutlicher Mehrheit zum repräsentativen Wahlverfahren bekannt. So entscheiden 1001 Delegierte über den nächsten Parteichef.

      Die CDU freut sich zwar über aktive Mitglieder, zu viel direkte Entscheidungsmacht will man ihnen aber nicht geben. Wie unberechenbar der Bauch einer Partei entscheiden kann, hat man 2019 bei der SPD gesehen. Dort wählten die Mitglieder nicht den bekannten Bundesfinanzminister Olaf Scholz zum Parteichef, sondern die bis dahin unbekannte Bundestagsabgeordnete Saskia Esken und den ehemaligen NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans zu Vorsitzenden.

      Wer bei der Union dennoch für einen Mitgliederentscheid warb, tat das vor allem aus taktischen Gründen. Bei einer Urwahl hätte Merz wohl beste Chancen.

      Wie läuft der Parteitag ab?

      Der Parteitag beginnt offiziell am Freitag. Dann werden unter anderem die scheidende Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer und Kanzlerin Angela Merkel eine Rede halten. Am Samstag geht es um 9.30 Uhr weiter, dann stellen sich die drei Kandidaten vor, es folgt der erste Wahlgang. Wegen der Corona-Pandemie ist die Veranstaltung rein digital. Auch die Wahl findet digital statt, wird aber anschließend noch durch eine Briefwahl bestätigt. Es wird erwartet, dass kein Kandidat im ersten Wahlgang die Hälfte der Stimmen bekommt, daher gibt es wohl eine Stichwahl.

      Für wen stimmen die Jungen?

      Der Parteinachwuchs von der Jungen Union hat eine Umfrage unter seinen Mitgliedern durchgeführt. Dabei stimmten 51,6 Prozent für Merz. Röttgen lag mit 27,9 Prozent auf Platz zwei, Laschet erhielt nur 19,8 Prozent. Allerdings beteiligte sich gerade einmal ein Fünftel der 75.000 stimmberechtigten Mitglieder an der Abstimmung.

      Für wen stimmen die Frauen?

      Rund ein Drittel der Delegierten sind Frauen. Der Vorstand der Frauen Union (FU) hat nach einer Befragung der drei Kandidaten eine „klare Präferenz für Armin Laschet und Norbert Röttgen“ ausgesprochen. Das rief prompt Unterstützerinnen von Merz auf den Plan. Einige FU-Funktionärinnen schrieben daraufhin einen Brief (liegt Business Insider vor) an den Vorstand, in dem sie „Offenlegung und höchstmögliche Transparenz” darüber fordern, wie die öffentlichen Empfehlungen zustande gekommen sind.

      Was passiert in den letzten Tagen vor der Wahl?

      Da eine äußerst knappe Entscheidung erwartet wird, ist die Aufregung innerhalb der Partei groß. Ein Delegierter schätzt die Zahl der noch unentschiedenen in der gesamten Partei auf rund 40 Prozent, auch wenn einige darunter womöglich schon eine Präferenz haben. Daher rufen die Kandidaten und ihre Teams die Delegierten an, die sie umzustimmen suchen. Außerdem werden Whatsapp-Nachrichten und SMS zwischen den Delegierten hin und hergeschickt. Bis zuletzt versucht jeder Kandidat sein Netzwerk zu mobilisieren. Gleichzeitig beobachten auch die Delegierten genau, wie sich die Kandidaten in den letzten Tagen etwa in Interviews positionieren.

      Wofür stehen die drei Kandidaten?

      Inhaltlich verfolgen alle ähnliche Ziele: etwas mehr Klimaschutz, Bürokratieabbau, mehr Digitalisierung, zudem soll die Partei jünger, weiblicher und digitaler werden. Wo Programm eine untergeordnete Rolle spielt, wird die Entscheidung zur Personenwahl. Merz hat ein konservatives Image und würde wohl viele Wähler der Mitte, die Merkel zu CDU geholt hat, wieder verprellen. Laschet steht für eine Kontinuität des Mitte-Kurses, auch wenn er etwa beim Thema innere Sicherheit deutlich konservative Akzente setzt. Röttgen präsentiert sich am stärksten als Modernisierer.

      Wer wird nicht neuer Parteichef?

      Norbert Röttgen. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag hat sich zwar aus der krassen Außenseiterrolle nach vorn gekämpft, doch kaum jemand traut ihm wirklich zu, eine Mehrheit der Delegierten hinter sich zu versammeln. Dazu ist die Zahl der treuen Laschet- und Merz-Unterstützer zu groß.

      Setzt sich dann Laschet oder Merz durch?

      Wirklich schwer zu sagen. Es ist recht gut bekannt, welche Landesverbände und Gruppen welchen Kandidaten unterstützen. Die Landesverbände Baden-Württemberg und die im Osten sowie die Mittelstandsunion stehen in der Mehrheit zu Merz. In der Frauen Union und in Schleswig-Holstein gibt es große Sympathien für Röttgen. Laschet hat seine Machtbasis in NRW, der Landesverband stellt 298 Delegierte, fast ein Drittel. Die Delegierten nach Landesverband zusammenzuzählen, bringt aber auch kein klares Bild. Zum einen wird mit einem knappen Wahlausgang gerechnet, zum anderen sind viele Delegierte nicht eindeutig zuzuordnen. Für wen stimmt etwa eine Frau aus NRW, die Mitglied bei der Mittelstandsunion ist? Sehr schwer zu sagen.

      Auf wen hofft die Konkurrenz?

      Bei SPD, Grünen und Linkspartei hofft man wohl auf Merz. Er arbeitete lange für den Vermögensverwalter Blackrock und böte so Angriffsfläche als jemand, der die Belange ärmerer Menschen angeblich nicht versteht. Umgekehrt könnte Merz als Konservativer der AfD und FDP wichtige Stimmen wegnehmen. Dort drückt man wohl eher Laschet die Daumen.

      Was bedeutet das für Merkel?

      Mit ihrer Führung in der Corona-Pandemie hat sich Merkel unantastbar gemacht. Dass der neue Parteichef gegen sie putscht und selbst Kanzler werden will, ist undenkbar. Sie wird ihre letzte Amtszeit planmäßig zu Ende bringen.

      Was passiert anschließend?

      „Das ist die Millionen-Dollar-Frage. So formuliert es ein CDU-Bundestagsabgeordneter im Gespräch mit Business Insider. Keiner weiß, ob sich die unterlegenen Kandidaten wirklich brav hinter dem neuen Vorsitzenden versammeln werden. Merz tat das nach seiner Niederlage 2018 nicht und trug so auch zum Scheitern von AKK bei.

      Fast alle Delegierten rechnen mit einem zweiten Wahlgang. Das zeigt, dass kein Kandidat die Mehrheit der Delegierten begeistern kann. Das dürfte die Debatte einer Kanzlerkandidatur von CSU-Chef Markus Söder befeuern, den viele für sehr fähig halten.

      Wer wird Kanzlerkandidat?

      Das ist noch nicht geklärt. Röttgen hat sich dafür offen gezeigt, auch jemanden anderen als sich selbst zum Kanzlerkandidaten zu machen, etwa Söder. Merz und Laschet könnten wohl höchstens mit maximalen innerparteilichen Druck, etwa bei schlechten Umfragewerten, dazu gebracht werden. In diesem Zusammenhang wird auch immer wieder Jens Spahn (CDU) als möglicher Kanzlerkandidat genannt. Die endgültige Entscheidung wollen CDU und CSU im März oder April treffen.

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