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    Diese drei Gründer bauen einen deutschen Zoom-Konkurrenten

    Zusammenfassung:Leonard Witteler, Pascal Steck und Stephane Roux wollen es mit Zoom aufnehmen.Birgit KaulfußLösungen

      Leonard Witteler, Pascal Steck und Stephane Roux wollen es mit Zoom aufnehmen.

      Birgit Kaulfuß

      Lösungen für Videokonferenzen boomen in der Pandemie. Davon will auch das Berliner Startup Wonder profitieren.

      Im Unterschied zum Platzhirsch Zoom sind damit auch Zwiegespräche, Gruppenarbeit und Netzwerken möglich. Wonder will so echte Veranstaltungen simulieren.

      Das Startup wächst rasant und hat eine Million Euro an Finanzierung eingesammelt. Die etablierten Videokonferenz-Giganten könnten ihm jedoch gefährlich werden.

      Mehr Artikel auf Business Insider findet ihr hier.

      Irgendwann holt sie am heimischen Schreibtisch jeden ein: die Zoom-Fatigue. In der Homeoffice-Ära hat sich der Begriff mittlerweile als universelle Beschreibung für den Ermüdungszustand etabliert, der sich bei den meisten Menschen nach rund einer Stunde Videokonferenz einstellt. Auch Pascal Steck kennt dieses Gefühl. „Sobald man sich in einer großen Gruppe trifft, wird es sehr schnell langweilig. Die Menschen wollen nicht nur passiv zuhören. Sie wollen sich austauschen. Die meisten Tools sind dafür nicht gebaut, sagt der junge Unternehmer im Gespräch mit Business Insider. Zusammen mit seinem Studienfreund Leonard Witteler und dem ehemaligen McKinsey-Berater Stephane Roux hat er mitten in der Corona-Pandemie eine Videokonferenz-Software entwickelt, mit der auch Zwiegespräche, Gruppenarbeit und Netzwerken im virtuellen Raum möglich sein sollen.

      Ihr Startup Wonder, das in den ersten Monaten noch Yotribe hieß, wird in Investorenkreisen mittlerweile schon als Shootingstar unter den Videokonferenz-Anwendungen gehandelt. Dabei ist das Unternehmen erst gut ein halbes Jahr alt. Seit dem ersten Prototypen, den die Gründer an einem Aprilwochenende zusammengebastelt haben, ging die Nutzerkurve steil nach oben. Heute hat Wonder nach eigenen Angaben 45.000 monatlich aktive Nutzer, bei einer wöchentlichen Wachstumsrate von 25 Prozent. Und auch die erste Finanzierung ist schon geflossen. Im Juli investierte der Berliner Wagniskapitalgeber Blue Yard eine Million Euro, gemeinsam mit einigen Privatinvestoren.

      Videokonferenzen, die sich wie Cocktail-Parties anfühlen

      Die Benutzeroberfläche von Wonder gleicht einer Landkarte. Man kann damit auch verschiedene Büroräume simulieren.

      Wonder

      Die Idee der Gründer ist simpel: Statt Vortragsmodus setzen sie auf dynamische Gespräche. Die Logik gleicht einer Cocktail-Party: Der Gast hat den Überblick, wer alles im Raum ist, und kann sich jederzeit aus Unterhaltungen ausklinken oder neue Gesprächsrunden gründen. Möglich wird das durch eine Landkarten-Ansicht, auf der man sich wie in einem Videospiel mit seinem Avatar bewegen kann. Kommt der Nutzer einem anderen Gast oder einer Gesprächsrunde näher, öffnet sich der Videochat. Bis zu 1.500 Teilnehmer passen laut Wonder derzeit in einen Raum.

      „In sechs bis 12 Monaten wollen wir das primäre Tool sein, mit dem sich Gruppen online treffen, sagt Mitgründer Stephane Roux. Die Einsatzmöglichkeiten seien aus seiner Sicht vielfältig. Den größten Markt sieht er bei Unternehmen, die remote arbeiten. Zudem sei Wonder für Veranstalter von virtuellen Konferenzen interessant, bei denen das Netzwerken eine große Rolle spielt. Auch Universitäten hätten damit schon Seminare und Alumni-Treffen ausgerichtet. Zu den ersten Kunden gehört beispielsweise die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin und dessen Startup Inkubator, in dem Wonder die ersten Schritte gemacht hat. Auch die Unternehmensberatungen Accenture und Deloitte sowie Roux Alma Mater, die Harvard University, haben das Videokonferenz-Format nach Aussage des Unternehmens schon ausprobiert.

      Datenschutz als Herausforderung

      Bisher ist die Software kostenlos. „Langfristig wollen wir ein Abo-Modell oder ein Pay per Use-Modell einführen, sagt Roux. Jetzt gelte es jedoch erst einmal, Nutzererfahrungen zu sammeln. Entsprechend macht Wonder auch derzeit keine Umsätze, hat dafür aber Kosten. Ins Gewicht fallen dabei die zehn Mitarbeiter und die Ausgaben für die IT-Infrastruktur.

      Wonders Server stehen in Frankfurt, die Datenverarbeitung läuft derzeit über einen Dienstleister in den USA. Sollten sie weiter skalieren, wird der europäische Datenschutz voraussichtlich eines der wichtigsten Themen sein, mit denen sich das Startup beschäftigen muss.

      Gründer hatten erst eine Hochzeitsplattform

      Wonder ist die zweite Gründung der drei Berliner. Die Idee kam Ihnen während des Lockdowns im März. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sie eigentlich geplant, mit ihrem ersten Startup Marrily in ganz Deutschland zu expandieren. Mit der Online-Vermittlung für Hochzeitsfotografen hatten sie bis dahin 15 Jobs vermittelt. „Wir wollten erst mit etwas Kleinem Geld verdienen, um später etwas Großes zu gründen, erinnert sich Steck. Die Krise hat ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das Hochzeitsgeschäft lag brach — und auch in anderen Lebensbereichen mussten sich die Menschen an neue Bedingungen anpassen. Ein altes Videokonferenz-Projekt, das Mitgründer Leonard Witteler noch aus Studienzeiten in der Schublade liegen hatte, schien nun in der Pandemie viel mehr Sinn zu ergeben.

      Denn der Markt dafür boomt. So steigerte der Platzhirsch Zoom seinen Umsatz im zweiten Quartal 2020 um mehr als das Vierfache im Vergleich zum Vorjahr: Betrugen die Erlöse vor einem Jahr knapp 146 Millionen US-Dollar, kletterte der Umsatz jetzt auf 663,5 Millionen Dollar. Von dem Homeoffice-Trend profitieren auch andere Player.

      Die große Frage bleibt, ob Videokonferenzen auch dann noch so viel Anklang finden werden, wenn es einen Corona-Impfstoff gibt und physische Veranstaltungen wieder stattfinden können. Die Wonder-Gründer geben sich optimistisch. „Events werden in Zukunft häufiger online stattfinden, denn wenn sie sich wie echte soziale Interaktionen anfühlen, dann kommen auch wirtschaftliche Faktoren zum Zuge, sagt Witteler. Unternehmen würden sich gut überlegen, ob sie die Kosten für Reisen, Organisation und den Veranstaltungsort auf sich nehmen wollen, wenn es auch digital geht.

      Software-Giganten könnten Idee einfach kopieren

      Zudem tut sich noch ein zweites Risiko auf. Auch die großen, globalen Player im Videokonferenz-Geschäft haben mittlerweile bemerkt, dass ihre Lösungen verbesserungswürdig sind. Theoretisch können sie Wonder kopieren, denn ein schützendes Patent gibt es nicht. So hat der US-Konzern Zoom diese Woche einige Neuerungen angekündigt, die dem jungen Startup gefährlich werden könnten. Zum einen steigt Zoom mit einer eigenen Plattform ins Veranstaltungsgeschäft ein. Künftig soll es möglich sein, darüber virtuelle Events mit Ticketverkauf zu organisieren. Zum anderen gibt es einige Updates zur verbesserten Interaktion, etwa Emoji-Reaktionen und Räume für Gruppenarbeit.

      Auch Wonder will den Rückenwind nutzen, den es derzeit durch die eingeschränkten Kontaktmöglichkeiten bekommt. Bis Dezember planen die Gründer, das Produkt zur Reife bringen. Die bisherige Finanzierung sollte ursprünglich für 1,5 Jahre halten. Wächst das Startup in dem Tempo weiter, wird es voraussichtlich schon nächstes Jahr nach neuen Investoren suchen müssen.

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