logo |

Informationen

    Zuhause   >     Branchen    >     Textteil

    Schreibtisch unter Palmen: Vier Deutsche erzählen, wie sie ihr Home Office nach Mallorca verlegt haben

    Zusammenfassung:Flucht ins Warme: Das Berliner Startup Glassdollar will sich von Oktober bis April auf Mallorca einq

      Flucht ins Warme: Das Berliner Startup Glassdollar will sich von Oktober bis April auf Mallorca einquartieren.

      Ekku Leivonen/ Glassdollar

      Die Corona-Beschränkungen zwingen viele Menschen wieder zurück ins Home Office. Die Ausnahmesituation macht allerdings auch erfinderisch.

      Wir haben mit vier Menschen gesprochen, die sich dazu entschieden haben, über den Winter von Mallorca aus zu arbeiten.

      Von der Startup-Finca über ein Coliving-Haus bis hin zum Auswandern auf Zeit. Das sind ihre Geschichten.

      Mehr Artikel auf Business Insider findet ihr hier.

      Leben und Arbeiten im Startup-Haus

      Die fallenden Mietpreise kommen Auswanderern auf Zeit entgegen.

      Ekku Leivonen/ Glassdollar

      Fabian Dudek (28) führt per Videoanruf durch sein neues Zuhause, das gleichzeitig das Hauptquartier seiner Firma Glassdollar ist. Eine Finca auf Mallorca, fünf Schlafzimmer, zwei Wohnzimmer, Pool und Terrasse mit Blick auf die Bucht von Deià. Seit Mitte Oktober wohnt und arbeitet er hier mit fünf bis zehn Kollegen, je nach Wochenauslastung. „Für uns war es die Wahl zwischen dem Büro in Berlin-Mitte und Mallorcas Hinterland. Hier kann ich ohne Maske runter zum Meer gehen, ohne jemand zu treffen. Covid-19 existiert hier quasi nicht und das hilft, sich auf die Arbeit zu konzentrieren, sagt er im Gespräch mit Business Insider. Bis mindestens April will er mit seinem Startup hierbleiben.

      Im Fachjargon heißt das Modell Coliving: das gemeinsame Leben und Arbeiten unter einem Dach. Bei Glassdollar hat jeder ein eigenes Zimmer. Den offenen Wohnbereich haben sie mit ein paar Schreibtischen zum Großraumbüro umfunktioniert. Er sieht den Winter auf Mallorca als eine Art Teambuilding-Veranstaltung, mit gemeinsamen Wanderungen und Grillabenden. Um die üblichen WG-Streitpunkte zu vermeiden, hat Dudek für die Reinigung und die Einkäufe eine Haushaltshilfe angestellt. Die Miete übernimmt die Firma, für alles andere zahlen die Mitarbeiter eine Pauschale von 400 Euro pro Monat.

      Corona-Krise senkt Mietpreise

      Die beiden Wohnzimmer hat Glassdollar kurzerhand zur Bürofläche umfunktioniert.

      Ekku Leivonen/ Glassdollar

      Für den Startup-Unternehmer ist es bereits der zweite Winter auf Mallorca. Doch dieses Jahr ist vieles anders. Mallorca gleicht in diesen Tagen einer Geisterinsel. Spanien ist seit dem 2. September Corona-Risikogebiet. Bei der Rückreise nach Deutschland gibt es eine Quarantänepflicht, bis ein negativer Test vorliegt. Viele Touristen bleiben daher fern. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels registriert das Land 52.000 Neuinfektionen pro Tag, auf Mallorca sind es etwa 125.

      Dudek kommt die Flaute im Tourismus gelegen. „Unser Haus kostet eigentlich 50.000 Euro im Monat, wir mieten es für ein Zehntel“, sagt er. Gerade für Startups, die flexibel arbeiten und ihren Mitarbeitern als Ausgleich zu einem niedrigeren Gehalt etwas bieten wollen, seien solche Startup-Häuser attraktiv. „Ich glaube, dass wir hier noch einen Boom erleben”, sagt er.

      Coliving: Elf Nationen und viele Startups unter einem Dach

      Paula Bublay (oben links) ist die Gründerin der Sunshine Embassy. Einer ihrer deutschen Gäste ist Tim Steppich (unten rechts).

      Sunshine Embassy

      Daran glaubt auch die mallorquinische Unternehmerin Paula Bublay (26). Anfang Oktober hat sie im Herzen von Palma das Coliving-Haus Sunshine Embassy eröffnet. „Unser Markt sind Leute, die von Zuhause arbeiten würden — und der ist durch Corona größer geworden. Viele stellen sich gerade die Frage: Warum arbeite ich in meinem kleinen, kalten Apartment, wenn ich auch irgendwo in der Sonne sitzen könnte?

      In der Sunshine Embassy vermietet Bublay Zimmer an Selbstständige und ganze Teams, die üblicherweise für mehrere Wochen bleiben. Vorbild ist die Startup Embassy im Silicon Valley, wo Bublay während ihrem Auslandsstudium an der Stanford University drei Monate gejobbt hat. Für eine Monatsmiete ab 550 Euro können die Bewohner die offenen Büro- und Wohnräume nutzen und an gemeinsamen Aktivitäten teilnehmen, etwa Yoga-Kursen. Bis zu 30 Leute können bei ihr unterkommen, allerdings sei die Belegung aufgrund der Reisebeschränkungen derzeit schwierig.

      In der Sunshine Embassy ist der Arbeitsplatz in der Miete inbegriffen.

      Sunshine Embassy

      Ihre Bewohner kommen derzeit aus elf verschiedenen Ländern. Einer davon ist der Deutsche Tim Steppich (25), der unfreiwillig in der Startup Embassy gestrandet ist. Eigentlich macht er gerade ein Praktikum in Madrid, doch aufgrund des dortigen Lockdowns kann er nicht zurück. Die Situation habe aber auch etwas Gutes: „Hier bist du nie allein und das ist eine tolle Arbeitsatmosphäre, sagt er. Er sei froh, die Krise nicht einsam in einer Wohnung absitzen zu müssen.

      Mallorca punktet mit schnellem Internet und guter Flugverbindung

      Startup-Häuser sind bisher eher die Ausnahme auf Mallorca, bestätigt Florian Hofer, der das Balearen-Geschäft der Immobilienfirma Engel & Völkers mit 22 Niederlassungen auf Mallorca, Menorca und Ibiza leitet. Der Immobilienexperte kennt die Insel seit elf Jahren, hat dort rund 350 Notartermine pro Jahr. Bisher sei ihm nur ein Fall bekannt, in dem ein Kunde ein Haus zum Co-Working bezogen hätte.

      Hofer beobachtet stattdessen einen anderen Trend: „Was wir seit etwa drei Jahren häufiger sehen, sind Unternehmer, die mit ihren Familien hierherziehen. Die Anbindung an den internationalen Flugverkehr und die internationalen Schulen würden die Insel als Lebensmittelpunkt seit jeher attraktiv machen. Für Mallorca als Arbeitsort spreche zudem das schnelle Internet. 90 Prozent der Haushalte haben laut offiziellen Angaben einen Glasfaser-Anschluss.

      Auswandern auf Zeit mit der Familie

      Die Familie Frank/Lais hat sich den Winter über in ein Ferienhaus im Süden Mallorcas eingemietet. Gearbeitet wird auf der Terrasse.

      Privat

      Auch Annemieke Frank (33) hat sich mit ihrer Familie auf den Weg in den Süden gemacht. „Wir wollten aus Berlin raus, weil die Corona-Zahlen hochgegangen sind. Zudem hilft es uns, Ruhe zu finden und Projekte voranzutreiben, sagt Frank in einem Videoanruf mit Business Insider. Im September hat sie kurzerhand ihre Berliner Wohnung untervermietet, ein paar Koffer und den Kinderwagen in einen alten Kombi gepackt und ist gemeinsam mit ihrem Partner David Lais (34) und dem fünf Monate alten Sohn rund 2.200 Kilometer nach Mallorca gefahren.

      Heute sitzt die Familie in der Nachmittagssonne im Garten ihres Ferienhäuschens in Ses Salines, ein verschlafenes Dorf im Süden der Insel. „In Berlin entsteht ein Winterblues. Das gute Wetter hier hebt die Stimmung und das macht vieles leichter, auch die Arbeit, sagt Familienvater Lais. Der Plan sei, bis Februar zu bleiben.

      Lest auch

      11 Maßnahmen, mit denen ihr im Home Office produktiver arbeitet und eure Ziele erreicht

      Ihren Arbeitsalltag können sie selbst gestalten, denn beide führen ihre eigenen Unternehmen. Lais ist Berater für Bankeninnovation und Gründer einer gemeinnützigen Firma, die die CO2-Emissionen von Konsumentscheidungen messbar machen will. Frank hat Anfang des Jahres eine Agentur gegründet, die den digitalen Wandel in der Bildungssektor vorantreiben soll. Mit ihrer Mitgründerin, die in Berlin sitzt, tauscht sie sich via Videokonferenz aus.

      Ein Büro haben sie in ihrem Haus nicht, dafür wird improvisiert. Mal sitzen sie mit dem Laptop am Pool, mal führen sie Kundengespräche via Zoom an der Hausbar. Die Befürchtung, dass das unprofessionell wirken könnte, haben sie nicht. „Da durch Covid-19 gerade sehr viele Leute zu Hause arbeiten, hat jeder Verständnis dafür“, sagt Lais. Er hat vor vier Jahren schon einmal den Winter auf Mallorca verbracht, damals noch mit Kollegen eines anderen Startups. Im Vergleich zu damals habe der persönliche Kontakt mit Geschäftspartnern generell an Bedeutung verloren. „Früher bin ich vielleicht ab und zu noch nach Berlin geflogen, weil es dort spannende Veranstaltungen gab oder man Investoren treffen wollte. Das fällt jetzt weg. Ehrlicherweise will sich gerade niemand treffen.”

    United Arab Emirates Dirham

    • United Arab Emirates Dirham
    • Australia Dollar
    • Canadian Dollar
    • Swiss Franc
    • Chinese Yuan
    • Danish Krone
    • Euro
    • British Pound
    • Hong Kong Dollar
    • Hungarian Forint
    • Japanese Yen
    • South Korean Won
    • Mexican Peso
    • Malaysian Ringgit
    • Norwegian Krone
    • New Zealand Dollar
    • Polish Zloty
    • Russian Ruble
    • Saudi Arabian Riyal
    • Swedish Krona
    • Singapore Dollar
    • Thai Baht
    • Turkish Lira
    • United States Dollar
    • South African Rand

    United States Dollar

    • United Arab Emirates Dirham
    • Australia Dollar
    • Canadian Dollar
    • Swiss Franc
    • Chinese Yuan
    • Danish Krone
    • Euro
    • British Pound
    • Hong Kong Dollar
    • Hungarian Forint
    • Japanese Yen
    • South Korean Won
    • Mexican Peso
    • Malaysian Ringgit
    • Norwegian Krone
    • New Zealand Dollar
    • Polish Zloty
    • Russian Ruble
    • Saudi Arabian Riyal
    • Swedish Krona
    • Singapore Dollar
    • Thai Baht
    • Turkish Lira
    • United States Dollar
    • South African Rand
    Tageskurs  :
    --
    Bitte geben Sie den Betrag ein
    United Arab Emirates Dirham
    Umwandelbarer Betrag
    -- United States Dollar
    Warnung

    Die von WikiFX verwendeten Daten sind alle offiziellen Daten, die von Regulierungsinstituten wie FCA, ASIC veröffentlicht werden. Alle veröffentlichten Inhalte basieren auf den Grundsätzen der Fairness, Objektivität und Wahrheit. Es akzeptiert keine Provision von Devisenhandel Plattform, einschließlich PR-Gebühren, Werbegebühren, Rankinggebühren, Löschgebühren für Daten. WikiFX ist bemüht, die Daten mit den von Regulierungsinstituten veröffentlichten Daten in Einklang zu bringen, ist jedoch nicht verpflichtet, sie in Echtzeit einzuhalten.

    In Anbetracht der Komplexität der Devisenbranche werden einige Kaufmänner von betrügerischen Instituten gesetzlich lizenziert. Wenn die von WikiFX veröffentlichten Daten nicht den Tatsachen entsprechen, verwenden Sie bitte die Funktion Beschwerden und Korrekturen, um uns zu informieren. Wir werden sofort prüfen und die Ergebnisse veröffentlichen.

    "Devisen, Edelmetalle und CFDs (OTC-Kontrakte) sind Hebelprodukte, die mit hohen Risiken verbunden sind und zu Verlusten Ihres Anlagekapitals führen können. Bitte investieren Sie rational."

    Besondere Hinweise: Die von WikiFX bereitgestellten Informationen dienen nur als Referenz und geben keine Anlageberatung an. Die Devisenplattform wird vom Kunden selbst gewählt, das Risiko des Plattformbetriebs hat nichts mit WikiFX zu tun, und der Kunde hat die entsprechenden Konsequenzen und Verantwortlichkeiten zu tragen.