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    Aus Angst vor Diskriminierung: In diesen Branchen outen sich LGBTQI* Menschen seltener

    Zusammenfassung:Ein Schattenleben für viele LGBTQI* Menschen: Rund ein Drittel outen sich am Arbeitsplatz aus Angst

      Ein Schattenleben für viele LGBTQI* Menschen: Rund ein Drittel outen sich am Arbeitsplatz aus Angst vor Diskriminierung nicht.

      Master1305/Shutterstock

      Noch immer outen sich viele LGBTQI* Menschen am Arbeitsplatz nicht — aus Angst, diskriminiert zu werden.

      Wie eine Studie zeigt, ist diese Angst durchaus berechtigt. Allerdings gibt es dabei zwischen den Branchen teils erhebliche Unterschiede.

      Die Studie macht deutlich, dass Unternehmen Gleichstellungsmaßnahmen sicherstellen sowie Toleranz und Vielfalt am Arbeitsplatz etablieren sollten.

      Mehr Artikel auf Business Insider findet ihr hier.

      Eine gemeinsame Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und der Universität Bielefeld hat die Arbeitsbedingungen von LGBTQI* Menschen beleuchtet.

      Der Begriff LGBTQI* umfasst schwule, lesbische, queere, bi-, trans- und intersexuelle Personen und (mit dem Sternchen symbolisiert) solche, die sich keiner dieser Identitäten eindeutig zuordnen.

      Zwar hat sich die Sichtbarkeit und rechtliche Gleichstellung von LGBTQI* Menschen und die gesellschaftliche Akzeptanz verbessert, jedoch liegt Deutschland im Vergleich dabei im Vergleich mit anderen westeuropäischen Ländern eher im Mittelfeld, wie frühere Untersuchungen ergaben.

      Mindestens jede dritte LGBTQI* Person erlebt Diskriminierung

      Denn trotz der Fortschritte erfahren LGBTQI*-Menschen auch heute noch gesellschaftliche Ablehnung und Benachteiligungen in verschiedenen Lebensbereichen. Ganz besonders gilt das fürs Arbeitsleben: Die Studie des Forscherteams um Lisa de Vries zeigt, dass rund 30 Prozent der geouteten Homosexuellen Diskriminierung im Job erfahren. Bei Transsexuellen sind es sogar mehr als 40 Prozent.

      Da verwundert es kaum, dass fast ein Drittel der LGBTQI* Menschen sich der Studie zufolge an ihrem Arbeitsplatz bisher erst gar nicht geoutet haben oder aber sehr verschlossen mit ihrer sexuellen Orientierung umgehen. Die Hemmschwelle ist gegenüber den Vorgesetzten besonders groß. Doch nicht überall wird Diskriminierung gleichermaßen gefürchtet: Zwischen verschiedenen Branchen gibt es teils erhebliche Unterschiede.

      Offene sexuelle Orientierung in den verschiedenen Branchen

      Grundsätzlich zeigte die Studie dabei: In Branchen, in denen unterdurchschnittlich wenige LGBTQI*-Menschen arbeiten, sind diese auch häufiger nicht geoutet oder gehen verschlossen mit ihrer sexuellen Orientierung um.

      So sind im Vergleich zu heterosexuellen Menschen deutlich weniger LGBTQI* Menschen in den Bereichen Land-/Forstwirtschaft, Fischerei, Bergbau, verarbeitendes Gewerbe, Energie-/Wasserversorgung, Abfallentsorgung und Baugewerbe tätig. Und hier outen sich auch die wenigsten: Die Quote derer, die offen mit ihrer sexuellen Orientierung umgehen, liegt hier bei gerade einmal 57 Prozent.

      Ihr Anteil im Wirtschaftszweig Gesundheits- und Sozialwesen ist hingegen besonders hoch im Vergleich zur heterosexuellen Bevölkerung (24 Prozent) In dieser Branche gaben fast 77 Prozent der Befragten an, geoutet zu sein — ein Unterschied von 20 Prozent zur Branche davor.

      DIW Berlin 2020

      Die Finanz- und Versicherungsbranche und Verkehrs- und Kommunikationsbranche liegen dazwischen: Hier outen sich fast 70 Prozent der LGBTQI* Menschen.

      In Handel und Gastgewerbe, in der öffentlichen Verwaltung, in der Erziehungsbranche sowie im Gesundheitswesen und den Kunst- und Unterhaltungsdienstleistungen hingegen gehen mehr als drei Viertel (76 Prozent) der Menschen offen mit ihrer sexuellen Orientierung gegenüber Kollegen und Kolleginnen um.

      Insgesamt lässt zeigt die Studie, dass LGBTQI* Menschen bestimmte Berufswege mit einer höheren Wahrscheinlichkeit einschlagen als andere Menschen. Besonders die Frage „inwieweit die ungleiche Verteilung über die Wirtschaftszweige selbst gewählt beziehungsweise auf den Bildungshintergrund zurückzuführen ist oder aber auf strukturelle Hürden im Arbeitsmarkt hinweist, wird in der Studie diskutiert.

      Denn möglich ist, dass LGBTQI* Menschen absichtlich bestimmte Berufsfelder meiden, in denen vermutete Diskriminierung wahrscheinlicher ist und damit die Schwelle fürs Outing höher.

      Was sich LGBTQI* Menschen von Arbeitgebern wünschen

      LGBTQI* Menschen haben der Studie zufolge im Schnitt eine bessere Schulbildung und sind somit eine überdurchschnittlich hochqualifizierte Gruppe auf dem Arbeitsmarkt. Unternehmen sollten also ein Interesse daran haben, Jobpositionen für sie attraktiv zu machen.

      LGBTQI* Menschen ist bei der Wahl des Arbeitgebers vor allem ein „offenes Betriebsklima“ wichtig, gaben sie in der Studie an. Lediglich eine „interessante Tätigkeit” sowie „sichere und gesunde Arbeitsbedingungen gehören noch zu den wichtigeren Wünschen an potenzielle Arbeitgeber.

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      Für Unternehmen, insbesondere in den Branchen der Land-/Forstwirtschaft, Fischerei, Bergbau, dem verarbeitendem Gewerbe, der Energie- und Wasserversorgung, Abfallentsorgung und dem Baugewerbe scheint es somit besonders ratsam, aktiv ein offenes Umfeld am Arbeitsplatz zu schaffen. Nur so können mehr LGBTQI* Menschen offen mit ihrer sexuellen Orientierung am Arbeitsplatz umgehen und sich künftig in allen Branchen gleichermaßen wohlfühlen.

      Dazu macht Studienautorin Lisa de Vries deutlich: „Insbesondere Unternehmen, in denen LGBTQI* Menschen seltener vertreten sind oder sich nicht outen, können durch die Schaffung eines diskriminierungsarmen Arbeitsumfeldes zu einer Verbesserung der Arbeitsmarktsituation von LGBTQI* Menschen beitragen.

      Es ist also an den Unternehmen aller Branchen dafür zu sorgen, dass Gleichstellungsmaßnahmen sowie Toleranz und Vielfalt am Arbeitsplatz fest etabliert werden — und zwar nicht nur im Interesse der LGBTQI* Menschen, sondern auch in ihrem ganz eigenen.

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