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Der neue FTX-CEO über die Bilanzen der Krypto-Börse: Firmengelder wurden für Luxus und Häuser auf den Bahamas genutzt
Zusammenfassung:Ex-FTX-Chef Sam Bankman-Fried muss sich scharfer Kritik aussetzen.Tom Williams/CQ-Roll Call, Inc via
Ex-FTX-Chef Sam Bankman-Fried muss sich scharfer Kritik aussetzen.
Tom Williams/CQ-Roll Call, Inc via Getty Images
„Noch nie in meiner beruflichen Laufbahn habe ich ein so vollständiges Versagen der Unternehmenskontrollen und ein so vollständiges Fehlen vertrauenswürdiger Finanzinformationen erlebt wie in diesem Fall, sagte der neue FTX-Chef John Ray III.
Ray überwacht die Liquidation des Unternehmens, nachdem Ex-CEO Sam Bankman-Fried die Firma verlassen hat. Dem Insolvenzverwalter zufolge sollen Mitarbeiter Firmengelder für Häuser und Luxusgüter ausgegeben haben.
Von „der fehlerhaften behördlichen Aufsicht im Ausland bis hin zur Konzentration der Kontrolle in den Händen einer sehr kleinen Gruppe unerfahrener, unbedarfter und potenziell gefährdeter Personen, ist diese Situation beispiellos, so Ray.
Der Insolvenzantrag der Kryptobörse FTX wirft ein neues Licht darauf, wie schlecht die internen Kontrollen an der Plattform waren, bis sie letzte Woche auf spektakuläre Weise implodierte. Eine besonders erschütternde Enthüllung ist, dass der Gesamtwert der von FTX gehaltenen Kryptowährungen im September nur 659.000 US-Dollar betrug, statt 5,5 Milliarden US-Dollar, wie von Gründer Sam Bankman-Fried behauptet.
„Noch nie in meiner beruflichen Laufbahn habe ich ein so vollständiges Versagen der Unternehmenskontrollen und ein so vollständiges Fehlen vertrauenswürdiger Finanzinformationen erlebt wie in diesem Fall, sagte der neue FTX-Chef John Ray III, der die Liquidation des Unternehmens überwacht. Das ist eine ziemlich starke Aussage von Ray, wenn man bedenkt, dass er die milliardenschwere Liquidation vom US-Konzern Enron nach dessen Konkurs im Jahr 2001 beaufsichtigte.
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Firmengelder wurden für Luxus-Häuser verwendet
Hinzu kommt, dass ein beachtlicher Teil der Firmengelder für Luxusgüter und Häuser von Angestellten ausgegeben wurde, wie es scheint. „Soweit ich weiß, wurden auf den Bahamas Firmengelder der FTX-Gruppe für den Kauf von Häusern und anderen persönlichen Gegenständen für Mitarbeiter und Berater verwendet. Soweit ich weiß, gibt es für einige dieser Transaktionen offenbar keine Darlehensunterlagen, und bestimmte Immobilien wurden in den Unterlagen der Bahamas auf den persönlichen Namen dieser Mitarbeiter und Berater eingetragen, sagte Ray.
Alles in allem belaufen sich die Vermögenswerte von FTX zum 30. September laut Insolvenzantrag auf etwa 2,2 Milliarden US-Dollar, obwohl unklar ist, wie viel davon mittlerweile noch übrig ist. „Von der kompromittierten Systemintegrität und der fehlerhaften behördlichen Aufsicht im Ausland bis hin zur Konzentration der Kontrolle in den Händen einer sehr kleinen Gruppe unerfahrener, unbedarfter und potenziell gefährdeter Personen, ist diese Situation beispiellos, so Ray.
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Dieser Artikel wurde von Klemens Handke aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.
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