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Selbst mit einem Einkommen von 5000 Euro im Monat können sich die wenigsten eine Immobilie kaufen, sagt diese Studie
Zusammenfassung:Für die breite Mittelschicht ist der Traum vom Eigenheim in Städten wie Berlin oft unrealisierbar.pi
Für die breite Mittelschicht ist der Traum vom Eigenheim in Städten wie Berlin oft unrealisierbar.
picture alliance/dpa | Wolfram Steinberg
Immer weniger Menschen können sich eine Eigentumswohnung in Deutschlands Großstädten leisten, wie eine Auswertung des Immobilienportals „immowelt ergeben hat.
Singles mit einem Einkommen von 3500 Euro brutto müssen in 56 von 80 Großstädten über 30 Prozent ihres Gehalts bei der Rückzahlung des Darlehens hinlegen, was klar die empfohlene Wohnkostenbelastung übersteigt.
Auch für Besserverdienende mit einem Bruttoeinkommen von 5000 Euro liegt die Wohnkostenbelastung in 35 Städten über 30 Prozent. Grund für die explodierenden Kosten sind steigende Bauzinsen sowie die hohe Inflation.
Aus der Traum vom Eigenheim in der Großstadt? Immer weniger Menschen können sich eine eigene Wohnung in Deutschlands größeren Städten leisten. Selbst ein Bruttoeinkommen von 5.000 Euro reicht häufig nicht aus. Zu diesem Ergebnis kam kürzlich eine „immowelt-Analyse. Grund für die kostspieligen Wohnräume sind neben höheren Bauzinsabschlägen die explodierenden Energiepreise.
Die Studie untersuchte die Wohnkostenbelastung von Singles aus unterschiedlichen Einkommensgruppen beim Kauf einer 60-Quadratmeter-Wohnung in 80 Großstädten. Der Befund: Single-Haushalte mit einem Einkommen von 3500 Euro brutto (2246 Euro netto) – das entspricht etwa dem Durchschnitt hierzulande – müssen in 56 von 80 Großstädten über 30 Prozent ihres Gehalts bei der Rückzahlung des Darlehens abdrücken. Schon ohne die Nebenkosten einzuberechnen, übersteigt dies deutlich die empfohlene Wohnkostenbelastung. Die hohen Energiekosten, die in den nächsten Monaten noch weiter durch die Decke schießen sollen, kommen noch obendrauf.
Unter den Bedingungen soll es auch für die Besserverdienenden mit einem Bruttoeinkommen von 5000 Euro immer schwieriger sein, bezahlbare Wohnungen zu finden. Laut der Analyse liegt die Wohnkostenbelastung in 35 Städten demnach auch für diese Einkommensgruppe über 30 Prozent. Für Menschen, die vom Mindestlohn leben, ist der Wohnungskauf in allen Städten nahezu unmöglich.
München, Hamburg und Frankfurt am teuersten
Spitzenreiter unter den teuersten Städten sind München, Hamburg und Frankfurt. Im Osten des Landes und in Teilen Nordrhein-Westfalens sieht die Lage etwas entspannter aus. In Chemnitz etwa liegt die Wohnkostenbelastung aufgrund niedriger Kaufpreise für Normalverdienende bei etwa 18 Prozent. Auch in Gelsenkirchen und Duisburg halten sich die Kosten bei jeweils 19 Prozent und 22 Prozent im Rahmen.
Die explodierenden Kosten spiegeln sich auch in der sinkenden Nachfrage für Kaufimmobilien wider. Während das Kaufinteresse hier um 17 Prozent abgestürzt ist, sind die Anfragen auf Mietimmobilien um 34 Prozent gestiegen. Die Lage dürfte sich in den kommenden Monaten noch weiter verschärfen. Angesichts der hohen Inflation wird die Europäische Zentralbank den Leitzins weiter anheben, was wiederum die Bauzinsen weiter nach oben treiben wird.
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