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„Die meisten werden keine zwei Wochen ohne Job sein – wie Entlassungslisten gefeuerten Mitarbeitern helfen sollen
Zusammenfassung:Gründerszene / Screenshot /Tobias Schwarz / GettyimagesZum ersten Mal häuften sich die Listen vor zw
Gründerszene / Screenshot /Tobias Schwarz / Gettyimages
Zum ersten Mal häuften sich die Listen vor zwei Jahren. Zu Beginn der Corona-Pandemie waren es vor allem die Reise-Startups, die Mitarbeiter entlassen mussten. Sie legten Listen an, meist einfache Google-Tabellen, in die gekündigte Personen ihre Kontaktinformationen eintragen konnten. Öffentlich zugänglich und meist auf Linkedin geteilt, sollten die Talente auf diesem Weg schnell einen neuen Arbeitgeber finden, das ist zumindest die Hoffnung.
Die Massenentlassungen der letzten Wochen führen derzeit dazu, dass wieder Kündigungslisten im Netz kursieren. Als vielleicht prominentestes Beispiel teilte etwa Gorillas-Chef Kagan Sümer auf Linkedin eine Liste – bezeichnet als Alumni Directory –, als der von ihm gegründete Schnelllieferdienst kürzlich mehr als die Hälfte der Beschäftigten in der Verwaltung entließ.
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Einer, der sich in die Liste eingetragen hat, ist Ard-Jan Schinkelshoek. Nach eigenen Angaben war er als Senior Business Recruiter für Gorillas in Amsterdam tätig. Glaubt man seinem Linkedin-Post, der nur wenige Tage später veröffentlicht wurde, waren bereits eine ganze Reihe möglicher Stellenangeboten an ihn herangetragen worden.
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Auch Klarna-CEO Sebastian Siemiatkowski wies auf das entsprechende Dokument eines Klarna-Mitarbeiters hin, nachdem das Fintech zehn Prozent und damit etwa 700 Mitarbeiter freigesetzt hatte. Wie negativ die Massenentlassung das Klima beim Bezahldienstleister beeinflusst haben, dokumentiert derweil das Handelsblatt. Anhand von Chatverläufen zeigt der Bericht, wie unkoordiniert die Kommunikation gegenüber den betroffenen Beschäftigten war. Ein Gorillas-Vertreter hatte zuvor bereits betont, dass bei solchen Massenentlassungen Einzelgespräche vorab kaum möglich sind.
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Aber sollte man als frisch Gekündigter oder Gekündigte auf diese Weise outen? „Unbedingt“, sagt Martina von Hettinga. Sie ist Managing Partnerin des Recruiting-Spezialisten I-Potentials in Berlin. Insbesondere wenn man noch keinen genauen Plan für die Zukunft habe, hält sie einen Kündigungslisten-Eintrag für einen effizienten Weg, an neue Jobmöglichkeiten zu gelangen. Allerdings sollte man sich die genau anschauen und überlegen, ob die Unternehmensziele und die angebotene Rolle auch wirklich passen. „Das erste Angebot sollte man nicht unbedingt gleich annehmen, nur weil viele gerade fürchten, dass der Markt zusammenbricht”, sagt sie.
Denn: Beim derzeitigen Fach- und Führungskräftemangel haben Talente in der Regel gute Aussichten. „Die meisten werden keine zwei Wochen ohne Job sein“, glaubt Hettinga. Auch wenn es einige Massenentlassungen gebe, könne das den Mangel nicht annähernd ausgleichen. „Marktverschiebungen bringen auch immer neue Chancen mit sich” – noch ein Grund, mehrere Angebote abzuwägen. Um die Qualität der Anfragen zu steigern, könne es helfen, parallel zum Listen-Eintrag im Social-Profil klarzumachen, welche Fähigkeiten man besitzt und welche Art Stelle man sucht.
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Bleibt im Bezug auf die Listen allenfalls die Frage nach dem Datenschutz. „Da die Eintragung freiwillig ist“, sagt Arbeitsrechtler Pascal Croset, „gibt es dahin gehend keine Bedenken”. Auch er rät zur Eintragung in solche Kündungungslisten. „Wenn man für sich als Arbeitnehmer Werbung machen möchte, ist das eine gute Maßnahme. Auch er berichtet von Erfolgsgeschichten: „Von mehreren Mandanten weiß ich, dass sie durch diese Listen neue Jobangebote bekommen haben. Allerdings warnt er auch davor, nicht alleine auf die Listen zu setzen – wie passend etwaige Anfragen sind, wisse man letztlich nicht.
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