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Dieter Schwarz, Eigentümer von Lidl und Kaufland, ist der zweitreichste Mann Deutschlands — darum stieg sein Vermögen in nur einem Jahr um fast 10 Milliarden
Zusammenfassung:Dieter Schwarz ist der zweitreichste Deutsche und laut der neuen Forbes „Billionaires List“ der 28.
Dieter Schwarz ist der zweitreichste Deutsche und laut der neuen Forbes „Billionaires List der 28. reichste Milliardär der Welt.
Laut der Liste stieg sein Vermögen von 2021 auf 2022 um 10,2 Milliarden US-Dollar (circa. 9,4 Mrd. Euro), wodurch der Unternehmer von Platz 38 auf Platz 28 aufstieg.
Der Vermögensanstieg des Inhabers der Schwarz-Gruppe, Europas größtem Einzelhändler, lässt sich vor allem auf Umsatzsprünge bei den Tochtergesellschaften Kaufland und Lidl zurückführen.
Jedes Jahr Anfang April veröffentlicht das „Forbes Magazin die berühmte „Billionaires List„, die Liste der Milliardäre der ganzen Welt. Nun ist die neue Liste für 2022 erschienen und sie verrät einige spannende Entwicklungen in der Welt der reichsten Menschen der Welt. So lassen sich teils große Sprünge innerhalb der Liste beobachten, auch unter den deutschen Milliardären.
In der Kategorie „Handel und Fashion etwa führt Dieter Schwarz die deutschen Milliardäre an: Mit einem geschätzten Vermögen von 47,1 Milliarden US-Dollar landet er auf Platz 28 der gesamten Liste. Dem 82-Jährigen gehört die Schwarz-Gruppe, die Muttergesellschaft des Discounters Lidl und der Supermarktkette Kaufland. Mit einem Umsatz von über 140 Milliarden US-Dollar ist die Schwarz-Gruppe Europas größter Einzelhandelskonzern.
Dabei machte er von Platz 38 im Vorjahr einen Sprung um 10 Plätze nach vorne, denn sein Kapital ist massiv gestiegen. Noch im Jahr 2021 schätzte das Magazin sein Vermögen auf 36,9 Milliarden US-Dollar – das ist ein Sprung von 27,64 Prozent im Vergleich zu 2022. Und das in Jahren, in denen die weltweite Wirtschaft aufgrund von Lieferketten-Störungen und den Auswirkungen der Coronapandemie eher gelitten hatte. Woher kommen diese massiven Vermögenssteigerungen?
Der geheimnisvolle zweitreichste Deutsche
Für den 82-Jährigen ist das eine fast natürliche Entwicklung der letzten Jahre, denn auch von 2020 auf 2021 stieg sein Vermögen laut der Forbes Liste um 17,1 Milliarden US-Dollar. Der zweitreichste Deutsche ist sehr öffentlichkeitsscheu, es gibt keine Fotos oder Filmaufnahmen von ihm und der Gesellschafter gibt auch keine Interviews. Daher weiß man wenig darüber, wofür der Milliardär sein Privatvermögen ausgibt.
Man kann jedoch anhand der öffentlichen Geschäftszahlen über seine Unternehmensgruppe zumindest rekonstruieren, woher diese starken Vermögenssteigerungen in den letzten zwei Jahren stammen. So kräftig vermehrt hat sich sein Vermögen vor allem durch die positiven Erträge der Schwarz-Gruppe.
Seit Jahrzehnten stehen Lidl beziehungsweise die Schwarz Gruppe und Aldi in enger Konkurrenz. Die Muttergesellschaft von Kaufland und Lidl schafft es längst, den Traditionsdiscounter Aldi zu überholen.
Lidl ist der größte Wachstumstreiber für Schwarz
Im Februar veröffentlichte die Unternehmensberatung Deloitte jüngst das Ranking „Global Powers of Retailing, wonach die Schwarz-Gruppe wie im Vorjahr als größter deutscher Einzelhändler Rang vier weltweit belegte. Größer waren nur noch der US-Handelriese Walmart als unangefochtene Nummer eins, der Internetgigant Amazon und die US-Kette Costco. Der größte Konkurrent Aldi belegte wie im Vorjahr Rang acht. Der Aufstieg zum viertgrößten Einzelhändler der Welt sei laut Deloitte auf die weltweite Expansion der Discount-Tochter Lidl zurückführen.
Mittlerweile ist das Handelsunternehmen mit seinen zwei Marken mit 12.900 Läden in 33 Ländern vertreten. 72 Prozent des Umsatzes werden laut des Deloitte-Reports im Ausland erwirtschaftet. Die Einzelhandelsumsätze wuchsen im Geschäftsjahr 2020 um zehn Prozent, was das höchste Wachstum unter den besten sechs Einzelhändlern für schnelllebige Konsumgüter (FMCG) in dem Ranking ausmacht.
Der größte Wachstumstreiber war dabei Lidl. Die meisten Filialen der Schwarz-Gruppe sind die 11.550 Lidl-Discounter-Filialen weltweit. Der steigerte seinen Umsatz 2020 um 9,9 Prozent auf 96,3 Milliarden Euro (circa 111,5 Milliarden US-Dollar). Das erzielte Lidl vor allem durch weitere Filialeröffnungen in bereits bestehen Märkten außerhalb Deutschlands.
Kaufland profitierte in den Corona-Jahren
Doch auch das Kaufland-Geschäft lief gut. Der Umsatz der insgesamt 1350 SB-Warenhausmärkte in Europa stieg 2020 um 7,5 Prozent auf 25.5 Milliarden Euro (29,5 Milliarden US-Dollar). Der Anstieg in Dieter Schwarz Vermögen lässt sich in Bezug auf Kaufland im Wesentlichen auf zwei Faktoren zurückführen.
Zum einen erlebten großflächige Lebensmitteleinzelhändler im ersten Jahr des Coronaausbruchs einen starken Zulauf, da Kunden stärker auf sogenannte „One-Stop-Shopping-Lösungen setzten. Heißt: Verbraucherinnen und Verbraucher gingen in dem Corona-Jahr vor allem dort einkaufen, wo sie alles auf einmal in einem Geschäft bekamen. Die Chance darauf ist bei den großen SB-Warenhäusern wie Kaufland größer als bei den Discountern, die in der Regel ein kleineres Sortiment und weniger Platz auf der Fläche haben.
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