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Die Flugpreise werden auch wegen des Ukraine-Krieges deutlich steigen — darauf müsst ihr achten, um dennoch günstig zu fliegen
Zusammenfassung:Wer jetzt bucht, hebt auch in Zukunft günstig abpicture alliance / Daniel Kubirski | Daniel Kubirski
Wer jetzt bucht, hebt auch in Zukunft günstig ab
picture alliance / Daniel Kubirski | Daniel Kubirski
Die Reise- und Flugbranche ist sich einig: Flug-Tickets werden teurer. Grund ist der gestiegene Ölpreis, der die Kosten für den Flugzeug-Treibstoff Kerosin treibt.
Treibstoff ist ein wichtiger Teil der Betriebskosten der Fluggesellschaften, so Julian Navas von AirHelp, einem Unternehmen, das sich für die Rechte von Fluggästen einsetzt. Wenn die Airlines die Preise nicht erhöhen würden, würden sie zusätzliche Schulden anhäufen.
Wer dennoch günstig fliegen will, der soll sein Ticket oder auch seine Pauschalreise schon jetzt buchen. Diese Tickets seien vor späteren Preiserhöhungen durch gestiegene Ölkosten sicher, so Navas.
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Eine einfache Zeit waren die letzten Jahre für die Fluggesellschaften nicht. Seit März 2020 schlägt ihnen die Corona-Pandemie auf den Geldbeutel, spätestens seit Ausbruch des Ukraine-Krieges und der Nervosität an den Rohöl-Märkten auch die hohen Ölpreise. Bei rund 102 Euro liegt der Preis für ein Barrel der Marke Brent derzeit. Brent ist die für Europa wichtigste Erdöl-Sorte. Zum Vergleich: Vor einem Monat, also vor Ausbruch des Krieges in der Ukraine, war der Preis noch 20 Prozent niedriger. Vor einem Jahr wurden noch 61 Prozent und vor fünf Jahren sogar noch 118 Prozent weniger für ein Barrel fällig. Der Preis hat sich in dieser Zeit also mehr als verdoppelt.
Das Problem für die Airlines? Um Kerosin herzustellen, also den Sprit der Flugzeuge, braucht es genau dieses teure Erdöl. Und von dem hergestellten Kerosin braucht es wiederum mehr als vier Liter pro Passagier pro 100 Flugkilometern. Allein die Lufthansa verbrauchte laut eigenen Angaben im Jahr 2020 durchschnittlich 4,18 Liter Kerosin pro Passagier, um ihn 100 Kilometer weit zu transportieren.
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Treibstoff-Ausgaben: Größte Kosten für Airlines
Ausgaben für Treibstoff seien die größten laufenden Betriebskosten der Fluggesellschaften, sagt Julian Navas, Legal Project Manager und Experte für Fluggastrecht bei AirHelp, einem Unternehmen, das sich für die Rechte von Fluggästen einsetzt. „Die steigenden Ölpreise werden die Unternehmen nun mit Sicherheit dazu zwingen, ihre Ticketpreise zu erhöhen. Andernfalls würden zusätzliche Schulden für die Airlines anfallen, so Navas. Bereits seit Beginn der Corona-Pandemie stünden die Fluggesellschaften unter enormen finanziellen Druck.
Auch der Reiseveranstalter Tui teilt auf Anfrage von Business Insider mit, dass die Flugticket-Preise aufgrund des Erdöl-Preises auf lang oder kurz steigen würden. Der ADAC geht ebenfalls davon aus, dass die Flug-Preise aufgrund des Ukraine-Krieges und der Erdöl-Preise steigen werden. Und die größte deutsche Fluggesellschaft Lufthansa sagt uns: „Aufgrund insbesondere der derzeitigen Entwicklung des Rohölpreises sind weitere Preisanpassungen bei Flugreisen dieses Jahr wahrscheinlich.
Kurzum: Die Preise werden steigen.
Um diese höheren Preise zu vermeiden, sollten Reisende so früh wie möglich ihren Sommerurlaub buchen, sagt Navas von AirHelp. Tui rät ebenfalls dazu, Reisen schon jetzt zu buchen. Denn: Last-Minute-Angebote für beispielsweise Pauschalreisen seien dieses Jahr schwierig – unter anderem aufgrund des Ölpreises. Wer jetzt noch günstig buche, werde am Ende wahrscheinlich auch diesen günstigen Preis bezahlen. Treibstoffzuschläge für bestehende Buchungen seien nicht zu befürchten.
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Das gilt übrigens auch für Einzel-Flugtickets. Kunden müssten rechtlich gesehen für bereits gekaufte Tickets nicht extra bezahlen, so der Legal Project Manager Navas. Der Kerosinpreis sei im Kaufpreis mit inbegriffen, der Moment des Ticket-Verkaufs sei die „endgültige Vereinbarung über das anfallende Entgelt.
Das heißt konkret, dass auch Ölpreisschwankungen nachträglich nicht eingepreist werden können. „Selbst wenn das Unternehmen einen separaten Kerosinzuschlag erhebt (ähnlich wie bei separaten Flughafengebühren), darf dieser den Preis für die Dienstleistung nach dem Kauf nicht mehr ändern, so Navas. Wer jetzt bucht, spart also bares Geld.
Vorsicht ist außerdem geboten, wenn es um die Flugzeiten geht. Aufgrund des für europäische Flugzeuge gesperrten Luftraums über Russland müssen teilweise lange Umwege geflogen werden, um gewisse Ziele zu erreichen. Die Lufthansa teilt mit: „Wir rechnen auf der Strecke nach Shanghai mit etwa 40 Minuten längerer Flugzeit, bei Seoul 90 Minuten und bei Tokio mit etwa zwei Stunden. Gefragt ist also nicht nur Geld, sondern auch Geduld.
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