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Ukraine-Krieg: Anleger sollten mit dem Kauf von Aktien warten, sagen Marktforscher
Zusammenfassung:Russland bombardiert seit Tagen strategische Ziele in der Ukraine. Vadim Zamirovsky/AP Inmitten des
Russland bombardiert seit Tagen strategische Ziele in der Ukraine.
Vadim Zamirovsky/AP
Inmitten des Ukraine-Krieges und den damit verbundenen Unsicherheiten, warnen Experten von Generali Investments, dass sich Anleger mit Aktienkäufen zunächst zurückhalten sollten.
Langfristig ansteigende Energiekosten könnten das globale Wachstum und die Gewinnaussichten stark beeinträchtigen.
Auch der Dax befindet sich weiter im Sinkflug und rutschte diese Woche unter die Marke von 14.000 Punkten.
Inmitten des Ukraine-Krieges und den daraus folgenden Sanktionen bleibt die Verunsicherung an den weltweiten Aktienmärkten groß. Experten von Generali Investments warnen, Anleger sollten sich mit dem Kauf von Aktien zurückhalten und zunächst Cash in Betracht ziehen, bis sich die Lage deutlich entspannt.
Auch der Dax kann den Konsequenzen des Krieges nicht entweichen und befindet sich derzeit weiter im freien Fall. Nach kurzer Stabilisierung rutschte der Kurs die ganze Woche ab und kam nicht bis an die 14.000 Marke.
An der Wall Street geht es ebenso verhalten zu und viele Händler verkaufen ihre Aktien. Der Leitindex Dow Jones Industrial war zuletzt 1,4 Prozentpunkte tiefer. Der marktbreite S&P 500 sank um rund einen Prozent, wobei sein Intraday-Tief einen Rückgang von elf Prozentpunkten gegenüber seinem Allzeithoch von 4.818,62 Anfang Januar bedeutete. Die Sektoren Finanzen, Rohstoffe und Informationstechnologie büßten am Dienstag am meisten ein, nachdem die zweitgrößte Stadt der Ukraine, Charkiw, von russischen Raketen getroffen wurde. Westliche Beamte warnten unterdessen vor möglichen Angriffen auf die Zivilbevölkerung.
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„Wir sehen keine Eile, bei den Einbrüchen zu kaufen, und warten auf mehr Stabilität in den geopolitischen und Energiekomplexen“, sagten Vincent Chaigneau und Thomas Hempell, beide Marktforscher bei Generalis Investments, am Dienstag. Sie fügten hinzu, dass der Einmarsch Russlands in die Ukraine zu existierenden „tektonischen Verschiebungen” auf dem Markt führt – dazu gehören die Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie die steigende Inflation. So explodieren momentan die Rohstoffpreise, vor allem Öl, was weiterhin die Inflation antreibt. Dazu kommt, dass der Krieg die Lieferengpässe verstärke.
Die Märkte haben schnell auf die extreme politische Unsicherheit reagiert. Ein weiterer Rückgang um fünf bis sieben Prozentpunkte würde laut den Experten die Risikoprämien in der EU und den USA auf ein historisch attraktives Niveau anheben. „Wir sehen da allerdings mehr Risiken in einem länger anhaltenden Anstieg der Energiekosten. Das könnte die Wachstums- und Ertragsaussichten langfristig gefährden. Auf diesem äußerst volatilen Spielfeld erscheint es daher verfrüht, die Dips zu kaufen“, so Chaigneau und Hempell. „Erhöht stattdessen vorerst die Cash-Positionen, mit dem Ziel, das Risiko umzuschichten, wenn sich die geopolitische Lage und die Energiepreise stabilisieren.” Generali gab an, dass ihr Modellportfolio relativ gesehen weitere neun Prozentpunkte verlor, wobei Bargeld und Unternehmenskredite die einzigen signifikanten positiven Beiträge leisteten.
Dieser Artikel wurde von Lara Hansen aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.
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