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Home-Office ist oft mit Nachteilen für die Karriere verbunden — ein Stanford-Experte erklärt, was Führungskräfte dagegen tun können
Zusammenfassung:Nicholas Bloom William D. Eberle lehrt Wirtschaftswissenschaften an der US-amerikanischen Stanford U
Nicholas Bloom William D. Eberle lehrt Wirtschaftswissenschaften an der US-amerikanischen Stanford University.
Elizabeth Viggiano
Viele Führungskräfte und Angestellte fürchten, dass Arbeiten in den eigenen vier Wänden zu ihrem Nachteil werden könnte.
Angestellte im Home-Office laufen Gefahr, finanziell, sozial und in Bezug auf die Karriereentwicklung zurückzubleiben.
Team-Tage und neue Beurteilungsprozesse könnten helfen, diese Probleme zu vermeiden.
Im Laufe der Pandemie ist Home-Office vom Trend zur neuen Normalität geworden. Daher bemühen sich viele Unternehmen, das flexible Arbeitsmodell umzusetzen. Allerdings fürchten nicht wenige Führungskräfte und auch Angestellte, dass das Arbeiten aus den eigenen vier Wänden zu ihrem Nachteil werden könnte.
Nicholas Bloom, Home Office-Experte und Wirtschaftsprofessor an der Stanford University, erklärt, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die häufiger von zu Hause arbeiten, bei Beförderungen benachteiligt werden. „In unserer Studie aus dem Jahr 2014 im „Quarterly Journal of Economics (QJE)“ haben wir herausgefunden, dass Beschäftigte im Home-Office eine um 50 Prozentpunkte niedrigere Beförderungsrate haben als Büroangestellte”, sagte er. Das mache einen großen Unterschied aus. Auch jüngere Untersuchungen seien zu ähnlichen Ergebnissen gekommen.
Künftige Studien müssten nun zeigen, wie gut sich die Unternehmen seit dem Ausbruch der Pandemie an das hybride Arbeiten angepasst haben. Eine von Bloom und der University of Chicago durchgeführte Umfrage aus dem Jahr 2022 ergab, dass etwa ein Drittel der Home Office-Beschäftigten fürchtete, dass die Remote-Arbeit ihre berufliche Entwicklung gefährde.
Dabei ist das Angebot zum Home-Office häufig ausschlaggebend für die Mitarbeiterbindung. So gab die Hälfte der im Oktober 2021 befragten Beschäftigten in Großbritannien an, ihren Job kündigen zu wollen, wenn ihr Arbeitgeber das hybride Arbeiten abschaffen würde. Es bleibt das Risiko, dass es zu Vorurteilen und Spannungen zwischen bobil arbeitenden und im Büro arbeitenden Angestellten kommt – und das kann die Produktivität bremsen. Bloom erklärt, wie Unternehmen solchen Probleme vorbeugen können.
Home Office-Zeitpläne und Team-Tage einführen
Untersuchungen von Bloom zufolge setzen Manager, die selbst ins Büro kommen, ihre Angestellten unter Druck, es ihnen gleichzutun. Laut einer Umfrage von der Stanford University und der University of Chicago aus dem Jahr 2021 würden fast 60 Prozent der Männer und 55 Prozent der Frauen mit Kindern ihre Home Office-Tage daraufhin ausrichten, ob ihr Vorgesetzter im Büro ist.
Ein unternehmensweiter Zeitplan für die Arbeit im Home Office oder die Einführung von Team-Tagen kann das hybride Arbeiten besser organisieren und Druck von einzelnen Mitarbeitern nehmen. Unternehmen sollten anstreben, dass alle einem ähnlichen Home Office-Zeitplan folgen. Apple habe diese Strategie schon zuvor implementiert. „Auf diese Weise kommen alle Beschäftigten in den Genuss des Home-Office, ohne das Gefühl, auf Beförderungen verzichten zu müssen, so Bloom.
Team-Tage seien ein Mittel, um Angestellte zusammenzubringen. Das sagte James Uffindell, CEO von Bright Network, einem Recruiting-Netzwerk für Hochschulabsolventen. „Team-Tage verhindern, dass nur einige Leute ins Büro gehen und Beziehungen aufbauen, während andere Leute fehlen.
Vorurteile gegenüber Angestellten im Home Office vermeiden
Für einige Mitarbeiter, die während der Pandemie eingestellt wurden, ist es schlicht unmöglich, regelmäßig oder überhaupt ins Büro zu kommen. Aus diesem Grund müssen Unternehmen sicherstellen, ihre Beurteilungen so anzupassen, dass Vorurteile vermieden werden.
Untersuchungen zeigen, dass Führungskräfte dazu neigen, unbewusst Angestellte im Büro zu bevorzugen. Laut einer Umfrage der Society for Human Resource Management (SHRM) unter 817 Vorgesetzten in den USA aus dem Jahr 2021 hielten mehr als zwei Drittel Mitarbeiter im Home Office für leichter ersetzbar. Weitere zwei Drittel waren der Meinung, dass Remote-Vollzeitarbeit Karrierezielen im Weg stehen könnte.
„Ich denke, Manager müssen sich mehr anstrengen, um sicherzustellen, dass es ihren Teams gut geht und sie in ihren Zielen unterstützt werden“, sagte Uffindell. Bloom meint, dass Schulungen Führungskräften helfen könnten, hybride Arbeitskräfte fair zu bewerten und Vorurteile zu vermeiden. „Die Erhebung von Daten und die Schulung von Führungskräften sind unerlässlich”, sagte er. „Schulungen tragen dazu bei, dass Beförderungsentscheidungen objektiv und faktenbasiert sind.
Die Freiheit zu arbeiten, wann und wo sie wollen, und dabei die volle Unterstützung des Unternehmens zugesichert zu bekommen, ist für viele Arbeitssuchende zur Priorität geworden. Firmen, die auf diesen Bedarf eingehen und ihre Führungskräften entsprechend schulen, ebnen den Weg zu einer erfolgreichen Unternehmenskultur.
Dieser Artikel wurde von Lara Hansen aus dem Englischen übersetzt.
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