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    Klinikchef Jochen Werner erklärt die Lage auf der Intensivstation — und warum er Lockerungen an Silvester für falsch hält

    Zusammenfassung:Jochen Werner, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Essen.Universitätsmedizin EssenImmer me

      Jochen Werner, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Essen.

      Universitätsmedizin Essen

      Immer mehr Covid-19-Patienten mit einem schweren Verlauf landen im Krankenhaus — und auch auf den Intensivstationen. Deshalb warnte die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) kürzlich, das man bald an die Belastungsgrenze stoße. Im Schnitt seien bundesweit nur noch drei Betten pro Krankenhaus frei.

      Jochen Werner ist Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Essen. Er sagt, sein Krankenhaus sei zwar recht ausgelastet, man habe die Lage aber noch im Griff. Was jedoch passiert, wenn alle Intensivbetten belegt sind, und warum er eine Lockerung der Maßnahmen um Silvester zu feiern falsch für falsch hält, erklärt er Business Insider im Interview.

      Business Insider: Herr Prof. Dr. Werner, wie ist die Lage im Universitätsklinikum in Essen derzeit?

      Jochen Werner: Insgesamt verfügt die Universitätsmedizin Essen über 1.770 Betten. Heute waren 156 Intensivbetten betreibbar, von diesen waren 145 belegt. Das entspricht einer Auslastung von 93 Prozent. Hinzu kommt eine Reserve von über 50 Betten, die innerhalb weniger Tage mobilisierbar wäre. Die Situation an der Universitätsmedizin Essen ist also angespannt, aber unter Kontrolle.

      BI: Wie ausgelastet sind Intensivmediziner und Pfleger?

      Werner: Bisher arbeiten Ärzte und Pflegekräfte in üblicher Personalstärke auf den Intensivstationen. Diese wurden außerdem punktuell mit Personal verstärkt, welches durch eine Reduktion operativer Kapazität geschaffen wurde. Die Arbeitsbelastung ist allerdings durch die aktuellen Umstände —isolierte Patienten, Schutzkleidung, hohe Anzahl an extrakorporalen Verfahren zur Unterstützung der Lunge — höher als unter den Bedingungen ohne Covid-19 Patienten.

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      Die Gesamt-Anzahl der Covid-19 Patienten an der Universitätsmedizin Essen ist in den letzten Tagen zum Glück etwas zurückgegangen. Stand heute behandeln wir 116 Corona-Fälle, der Höchststand betrug 137 Patienten am 19. November. Nach wie vor hoch ist allerdings der Anteil der intensivpflichtigen Patienten. Dieser liegt aktuell bei 40 Menschen. Der Höchststand betrug 45 Patienten am 26. November. Die Bündelung von Ressourcen hat natürlich auch Auswirkungen auf die Behandlung der Patienten mit anderen Krankheitsbildern. Auch hier verzeichnen wir eine zunehmende Belastung des Personals.

      BI: Könnte es zu einem Engpass im Uniklinikum kommen?

      Werner: Akut stehen heute elf freie intensivmedizinische Betten zur Verfügung, für die sofort Material und Personal bereitstünde. Weitere Betten könnten mit unterschiedlich langem Vorlauf — einige Stunden bis einige Tage —bereitgestellt werden. Wir arbeiten an der Universitätsmedizin Essen mit einem flexiblen System, dass die Betten- und Behandlungskapazitäten entsprechend der Anzahl von Covid-19 Patienten steuert. Die reine Anzahl an Betten ist aus heutiger Sicht nicht die kritische knappe Ressource — das ist vielmehr der Mangel an entsprechend ausgebildetem medizinischen Personal.

      BI: Wie viele Betten könnten im Extremfall frei gemacht werden?

      Werner: Im Extremfall stehen etwa 50 weitere Betten zur Verfügung, darüber hinaus kämen im Notfall nutzbare Überwachungs- und Beatmungsmöglichkeiten in den Aufwachräumen.

      BI: Reicht der derzeitige „Lockdown light aus Ihrer Sicht aus, um die Weihnachtsfeiertage zu überstehen?

      Werner: Im Moment sehen wir eine noch stabile Lage. Dennoch müssen wir aus medizinischer Sicht die Anzahl der Neuinfektionen weiter senken, denn auf Dauer kann keine Klinik an der Belastungsgrenze arbeiten. Rasch würde Belastung zur Überlastung. Hierzu trägt bei, dass die Anzahl der im Zusammenhang mit Covid-19 verstorbenen, vor allem älteren Patienten, bedenklich zunimmt.

      Es sind die schwerst Corona-Kranken, die die Krankenhäuser immer stärker unter Druck setzen und die nicht minder wichtigen Behandlungen von Patienten mit andersartigen Krankheitsbildern im Nebeneffekt gefährden. Diese Situation darf unter keinen Umständen aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit geraten. Die von der Politik angekündigten möglichen Lockerungen zu Weihnachten wird man je nach Mitte Dezember bestehender Neuinfektionsquote überdenken. Eine Lockerung für Silvesterfeiern halte ich für falsch.

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