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Devisen: Euro knüpft an Vortagesgewinne an - Powell-Aussagen belasten Dollar
Zusammenfassung:FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Donnerstag an die Kursgewinne vom Vorabend angeknüpft. Am Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0438 US-Dollar. Am Morgen hatte der Euro noch kurzzeitig unter 1,04 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Mittwochnachmittag auf 1,0376 Dollar festgesetzt.
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Donnerstag an die Kursgewinne vom Vorabend angeknüpft. Am Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0438 US-Dollar. Am Morgen hatte der Euro noch kurzzeitig unter 1,04 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Mittwochnachmittag auf 1,0376 Dollar festgesetzt.
Auftrieb erhielt der Euro durch eine Dollar-Schwäche, die am Vorabend eingesetzt hat und sich am Donnerstag fortsetzte. Auslöser für die Kursverluste bei der amerikanischen Währung waren Aussagen des US-Notenbankchefs Jerome Powell. Er hatte Signale für kleinere Zinserhöhungen in den USA gegeben. So hatte der Euro vor den Aussagen von Powell noch bei 1,03 Dollar notiert.
Der Zeitpunkt für eine Verringerung der Zinserhöhungen könnte schon auf der Dezember-Sitzung kommen, sagte Powell am Mittwochabend in Washington auf einer Veranstaltung des Instituts Brookings. Eine Verlangsamung des Zinserhöhungstempos von zuletzt 0,75 Prozentpunkte auf nur noch 0,50 Prozentpunkte war zwar schon allgemein erwartet worden, sagte Devisenexpertin Esther Reichelt von der Commerzbank (ETR:CBKG). Aber als Powell in dieser mit Spannung erwarteten Rede bestätigt habe, dass schon auf der Dezember-Sitzung der Zeitpunkt gekommen sein dürfte, das Tempo der Zinserhöhungen zu drosseln, passten die Finanzmarktteilnehmer ihren Ausblick noch einmal signifikant an.
Die am Vormittag veröffentlichten Konjunkturdaten aus der Eurozone sorgten für wenig Bewegung. Der Einkaufsmanagerindex von S&P Global stieg im November zum Vormonat etwas weniger als in einer vorherigen Schätzung ermittelt. Er signalisiert aber weiterhin eine Rezession. S&P-Chefökonom Chris Williamson sieht wenig Aussicht auf Besserung. Kälteeinbrüche könnten die Bedenken rund um die Energiesicherheit wieder anfachen und die Produktion sowie die Lieferketten wieder beeinträchtigen.
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