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ROUNDUP: Britische Notenbank mit stärkster Zinserhöhung seit 1989
Zusammenfassung:LONDON (dpa-AFX) - Die britische Notenbank hat ihr Tempo bei den Zinserhöhungen wie erwartet beschle
LONDON (dpa-AFX) - Die britische Notenbank hat ihr Tempo bei den Zinserhöhungen wie erwartet beschleunigt. Der Leitzins steigt um 0,75 Prozentpunkte auf 3,00 Prozent, wie die Bank of England (BoE) am Donnerstag nach ihrer Zinssitzung in London mitteilte. Dies ist die stärkste Zinserhöhung seit 1989. Analysten hatten mit dem Schritt überwiegend gerechnet. Zuletzt hatte die Notenbank den Leitzins um 0,5 Punkte angehoben. Es ist die achte Zinserhöhung seit Dezember 2021.
Die Entscheidung für die kräftige Zinserhöhung war nicht einstimmig. Im neunköpfigen geldpolitischen Ausschuss MPC stimmten sieben Mitglieder für den Schritt, ein Mitglied votierte für eine Zinserhöhung um 0,25 Punkte und ein Vertreter für 0,50 Punkte.
Der Druck auf die Notenbank ist zuletzt gestiegen. Die Inflationsrate lag im September bei 10,1 Prozent. Die BoE strebt lediglich zwei Prozent an. Dabei war die britische Notenbank eine der Notenbank, die bereits Ende 2021 mit ihren Zinserhöhungen begann. Sie setzte im Gegensatz zur US-Notenbank und der Europäischen Zentralbank (EZB) aber zunächst auf kleinere Zinsschritte.
Die Notenbank stellte weitere Zinserhöhungen in Aussicht, dämpfte aber gleichzeitig die Zinserwartungen an den Märkten. Wir denken, dass der Leitzins weniger stark steigen muss, als derzeit auf den Finanzmärkten eingepreist ist, sagte Notenbankchef Andrew Bailey. An den Märkten war bisher ein Anstieg des Leitzinses auf rund 5,25 Prozent erwartet worden. Ein solcher Zins könnte laut BoE die britische Wirtschaft drei Prozentpunkte Wirtschaftswachstum kosten.
Die Notenbank warnte, Großbritannien stehe vor einem sehr schwierigen Ausblick. Laut ihren Prognosen befindet sich die Wirtschaft bereits in einer Rezession. Diese dürfte bis Mitte 2024 andauern. Zuletzt hatten zudem politische Turbulenzen und zwei Regierungswechsel für Verunsicherung gesorgt.
Man folgt also dem Motto Sturm vor der Ruhe statt Ruhe vor dem Sturm, kommentierten die Volkswirte der NordLB. Klar ist nun aber auch, dass die sich abzeichnende Schwäche der britischen Wirtschaft zu mehr Vorsicht bei den Notenbankern in London führen wird. In diese Richtung deute auch das uneinheitliche Abstimmungsverhalten der Bank of England.
Das britische Pfund gab nach der Entscheidung deutlich nach. Der Kurs sank auf 1,1176 US-Dollar. Am Morgen hatte das Pfund noch über 1,14 Dollar notiert. Auch zum Euro sank das Pfund. Der britische Aktienmarkt machte vorherige Verluste größtenteils wett.
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