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Razzia gegen Oligarch Usmanow: Polizei stürmt seine drei Villen am Tegernsee
Zusammenfassung:Usmanows Vermögen wurde vor den Sanktionen auf 15,3 Milliarden Euro geschätzt.Mikhail Svetlov/Getty
Usmanows Vermögen wurde vor den Sanktionen auf 15,3 Milliarden Euro geschätzt.
Mikhail Svetlov/Getty Images
Am Mittwochmorgen stürmten Spezialkräfte der Bundespolizei die drei Villen am Tegernsee von Oligarch Alischer Usmanow. Zuerst hatte der Spiegel darüber berichtet.
Der 68-jährige Usmanow ist Gründer einer großen russischen Holdinggesellschaft. Das Vermögen des Oligarchen wurde vor den Sanktionen auf 15,3 Milliarden Euro geschätzt.
Usmanow wird laut dem Bericht verdächtigt, gegen das Außenwirtschaftsgesetz verstoßen und Geldwäsche und Steuerhinterziehung begangen zu haben. Die Razzia soll nun Beweise dafür liefern.
Razzia gegen einen der reichsten Männer Russlands und Freund von Wladimir Putin: Am Mittwochmorgen stürmten Spezialkräfte der Bundespolizei die drei Villen am Tegernsee von Oligarch Alischer Usmanow. Zuerst hatte der Spiegel darüber berichtet.
Der 68-jährige Usmanow ist Gründer einer großen russischen Holdinggesellschaft, die mehrere Unternehmen aus den Bereichen Bergbau, Metallindustrie, IT und Telekommunikation bündelt. Das Vermögen des Oligarchen wurde vor den Sanktionen auf 15,3 Milliarden Euro geschätzt.
Laut Informationen des Spiegels sollen aktuell Beamte des Bundeskriminalamts und der Steuerfahndung seine bayrischen Immobilien durchsuchen. 250 Einsatzkräfte nehmen an der Aktion teil, so die Staatsanwaltschaft.
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Blick ins Firmengeflecht: Die Luxus-Yacht „Dilbar, die in Hamburg liegt, gehört wirklich dem sanktionierten Oligarchen Usmanow
Usmanow soll eine halbe Milliarde Euro hinterzogen haben
Usmanow wird laut dem Bericht verdächtigt, gegen das Außenwirtschaftsgesetz verstoßen und Geldwäsche und Steuerhinterziehung begangen zu haben. Die Razzia soll nun Beweise dafür liefern. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins soll Usmanow unter anderem zwischen 2014 und 2022 rund 555 Millionen Euro an Einkommens- und Schenkungssteuern hinterzogen haben.
Es ist nicht das erste Mal, dass Usmanow mit dem Gesetz in Kontakt kommt: Zum dunkelsten Kapitel der Geschichte des Oligarchen gehört seine Gefängnisverurteilung 1980. Usmanow wurde wegen Betrugs und Beihilfe zur Annahme von Bestechungsgeldern zu acht Jahren Haft verurteilt. Er durfte 1986 das Gefängnis vorzeitig verlassen. Usmanow behauptete, Opfer politischer Unterdrückung geworden zu sein. Doch auch seitdem gibt es immer wieder Bestechungs- und Korruptionsvorwürfe gegen ihn – auch vom Kreml-Kritiker Alexej Nawalny. Usmanows Name tauchte auch als Anteilseigner mehrerer Offshore-Firmen in den „Panama Papers auf.
Unterdessen meldet die Deutsche Presse-Agentur, dass die „Dilbar“, eien Yacht, die mizt Usmanow in verbindung steht, am frühen Mittwochmorgen den Hamburger Hafen verlassen hat. Die Yacht werde vonseiten der Werft nach Bremen verlegt, sagte eine Sprecherin des Hauptzollamts Hamburg. Dadurch würden keine Sanktionsvorschriften verletzt. „Die Verlegung der Yacht wird behördlich überwacht.” Die Luxusyacht war im April auf Basis der EU-Sanktionen wegen des Einmarschs russischer Truppen in die Ukraine festgesetzt worden. Die mit mehr als 500 Millionen Euro angeblich teuerste Luxusyacht der Welt wurde mit einem Verfügungsverbot belegt und darf damit „nicht mehr veräußert, vermietet oder belastet werden, wie ein Sprecher des Bundeskriminalamts (BKA) damals sagte. Bei der Eignerin handele es sich um die Schwester des kremltreuen Oligarchen Alischer Usmanow.
Die „Dilbar wurde in der Nacht zu Mittwoch von Schleppern aus dem Trockendock der Werft Blohm+Voss gezogen. Laut NDR soll sie als „totes Schiff unterwegs sein, also ohne eigenen Antrieb und ohne dass eine Besatzung das Schiff steuert. Zu den Gründen der Verlegung schrieb der NDR, die Jacht habe das Dock blockiert.
Mit Material der dpa/lg
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