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Spartipps für den Kauf von Heizöl: Solltet ihr noch vor dem Winter die Tanks auffüllen?
Zusammenfassung:Wer in den letzten Monaten Heizöl bestellt, musste deutlich mehr für den Liter zahlen als noch vor e
Wer in den letzten Monaten Heizöl bestellt, musste deutlich mehr für den Liter zahlen als noch vor einem Jahr.
Getty Images ; Collage: Dominik Schmitt
Der Preis von Heizöl ist laut Statistischem Bundesamt um 111 Prozent innerhalb eines Jahres gestiegen.
Sollte man daher jetzt nochmal die Tanks befüllen, bevor die Preise im Winter weiter steigen?
Lieber nicht, denn dass Öl im Sommer billiger ist, ist ein Mythos. Wer aber ein bisschen Zeit investiert, kann den richtigen Moment abpassen und Hunderte Euro sparen.
Die Preise für Heizöl sind enorm gestiegen: Innerhalb eines Jahres stieg der Preis laut Statistischem Bundesamt um 111 Prozent. Doch jetzt kommt der Winter, die Ölheizung wird nicht mehr nur für Warmwasser benötigt, sondern auch zum Heizen und damit werden sich die Öltanks von Hauseigentümerinnen und -eigentümern wieder schneller leeren.
Viele Verbraucher, die mit Öl heizen, sind überzeugt, dass Heizöl im Sommer günstiger sei als im Winter und stellen sich jetzt vermutlich die Frage: „Sollte ich jetzt nochmal Heizöl bestellen, um nicht während des Winters nachkaufen zu müssen? Die Weisheit entpuppt sich beim Blick auf die Preisentwicklung der vergangenen Jahre aber als Mythos. Wer gezwungen ist, zu tanken, kann mit ein bisschen Zeiteinsatz trotzdem bares Geld sparen.
Tanken im Sommer in der Regel nicht günstiger
Laut dem Vergleichsportal Comoil ist Heizöl im Winter entgegen der Erwartung vieler Menschen nicht teurer. Eine Erklärung ist schwierig, aber es könnte auch daran liegen, dass besonders viele eben dieser Behauptung aufgesessen sind und im Sommer ihre Tanks befüllt haben. Durch die gestiegene Nachfrage erhöhen sich dann auch wieder die Preise.
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Zudem ist der Preis des Heizöls stark abhängig von aktuellen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen und unterliegt starken Schwankungen, weswegen der vorzeitige Kauf von Heizöl immer eher einer Wette auf steigende Preis gleichkommt. Ein Blick auf die Zahlen bestätigt das. So stieg der Preis beispielsweise zwischen 2009 und 2012 ziemlich gleichmäßig ohne Ausschläge im Winter oder Sommer. Im Jahr 2018 war Heizöl im Sommer tatsächlich günstiger, im Jahr 2014 dagegen im Winter.
Während der Corona-Pandemie waren die Heizöl-Preise durch die Unsicherheit deutlichen Schwankungen unterworfen. Und auch jetzt könnte der aktuelle Konflikt zu steigenden Preisen führen. Immerhin stiegen schon kurz nach der Bekanntgabe der Teilmobilisierung Russlands die Ölpreise am Markt. Auch die Enteignung des russischen Ölkonzerns Rosneft durch die deutsche Regierung könnte dazu führen, dass Russland weniger Öl liefert und die Preise anziehen.
Preise könnten auch wieder fallen
Doch die Preise könnten im Winter genauso gut wieder fallen, vermutet der Energie-Experte Thomas Puls vom Institut der Deutschen Wirtschaft. Er erklärt, dass der Preis für Heizöl stark von der Konjunktur abhängt, denn Heizöl ist chemisch gesehen schlicht Diesel. Schrumpft die Weltwirtschaft, könnte sich der derzeit angespannte Diesel-Markt entspannen. „Wenn sich in China die Anzeichen für eine Rezession verdichten oder massive Lockdowns verhängt werden, werden sie weniger Diesel benötigen. Das könnte zu einem Fall des Preises führen, sagt Puls zu Business Insider.
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Es hängt also von vielen Faktoren ab, wie sich die Preise weiterentwickeln.
So spart ihr trotzdem Geld
Wenn sich eure Ölreserven aber dem Ende neigen, könnt ihr trotzdem Geld sparen. Und zwar, indem ihr euch täglich über die Preisschwankungen informiert. Wenn absehbar ist, dass ihr innerhalb von zwei Wochen Heizöl bestellen müsst, solltet ihr diese Zeit nutzen und versuchen den günstigsten Preis abzupassen.
Heizöl-Preise unterliegen starken Schwankungen – die sich auch täglich um mehrere Cent verändern können. Das mag bei einem Liter nicht gravierend wirken, doch wenn man 3000 Liter nachkaufen muss, fallen eben auch Centbeträge ins Gewicht.
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Ein Beispiel: Wer 3000 Liter Heizöl am 05. September gekauft hätte, hätte bei dem damaligen Preis von 1,70 Euro rund 5100 Euro zahlen müssen. Nach 13 Tagen lag der Literpreis allerdings bei rund 1,50 Euro. Die 3000 Liter hätten dann nur 4500 Euro gekostet – man hätte also effektiv 600 Euro gespart.
Dies ist natürlich ein Extrembeispiel, doch wer die Ölpreise über mehrere Tage beobachtet, kann möglicherweise einen günstigen Tag abpassen und direkt reagieren. In kleinen Teilmengen sein Öl zu bestellen, um immer wieder günstige Tage abzupassen, ist allerdings nicht ratsam. Die vom Lieferanten veranschlagten Transportkosten werden eure erzielten Gewinne vermutlich wieder vernichten.
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