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Euro-Kurs fällt erneut unter Parität zum US-Dollar - neues 20-Jahres-Tief!
Zusammenfassung:Investing.com - Nach einer kurzen Erholung gestern ist der Euro-Kurs am Donnerstag abermals unter di
Investing.com - Nach einer kurzen Erholung gestern ist der Euro-Kurs am Donnerstag abermals unter die Parität zum Dollar gefallen. Mit 0,9952 Dollar markierte der EUR/USD ein neues 20-Jahres-Tief. Aktuell verliert das beliebte Währungspaar 0,90 Prozent auf 0,9970 Dollar.
Am Markt nehmen die Erwartungen zu, dass die US-Notenbank Fed ihren Leitzins Ende Juli um 100 Basispunkte heraufsetzen könnte. Grund dafür ist die ausufernde Inflation in den USA. Wie das US-Arbeitsministerium gestern mitteilte, ist der Verbraucherpreisindex im Juni auf 9,1 Prozent gestiegen. Das ist der höchste Stand seit 1981. Und die marktseitigen Erwartungen haben sich durch die heute veröffentlichten Erzeugerpreise noch verfestigt. Mit 11,3 Prozent im Jahresvergleich stiegen die Preise auf Herstellerebene deutlich stärker als gedacht. Die Aussicht auf weiter steigende Zinsen in den USA gibt dem US-Dollar Auftrieb. Mit 109,14 ist der US-Dollar-Index am Donnerstag auf den höchsten Stand seit 2002 gestiegen.
Die Inflationsrate in Europa befindet sich ebenfalls auf einem Rekordhoch. Doch die EZB zögert noch immer in puncto geldpolitischer Straffung. Sie hat für ihre Sitzung Mitte Juli zwar die erste Zinserhöhung seit 2011 angekündigt. Die Zinsen sollen aber nur um 25 Basispunkte steigen. Während der Verbraucherpreisindex zuletzt um rekordverdächtige 8,6 Prozent gestiegen ist, bleibt der Leitzins in der Eurozone weiterhin bei null. Es ist diese zögerliche Haltung der EZB, die den Euro immer weiter nach unten treibt.
Erschwerend für den Euro kommt hinzu, dass die Eurozone aufgrund der sich zuspitzenden Energiekrise in Folge der Sanktionen gegen Russland auf eine signifikante Rezession zusteuert. Seit Montag fließt kein Gas mehr nach Deutschland. An der wichtigen Pipeline Nord Stream 1 werden derzeit routinemäßige Wartungsarbeiten durchgeführt. Diese sollen am 21. Juli abgeschlossen sein. Die Devisenanleger haben aber Bedenken, dass Russland den Gashahn danach nicht wieder aufdrehen könnte. Die Folge wäre wahrscheinlich eine weitere Gaspreis-Explosion, die sich wiederum in einer höheren Inflationsrate niederschlagen würde.
Ob die Gas-Pipeline wieder in Betrieb genommen wird, hängt vor allem vom Westen ab. Dies erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Zakharova, gegenüber Interfax am Donnerstga. Was den Betrieb der Gaspipeline in der Zukunft angeht, so hängt viel von unseren Partnern ab - sowohl in Bezug auf die Nachfrage nach Gas als auch in Bezug auf die Verhinderung negativer Auswirkungen unrechtmäßiger restriktiver Maßnahmen.
Zu späterer Stunde wird sich dann noch Fed-Mitglied Waller zur Geldpolitik äußern. Er gilt als geldpolitischer Falke. Schon vor der Zinserhöhung um 75 Basispunkte im Mai plädierte er für einen großen Schritt, um den Preisdruck einzudämmen.
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