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    Aktien Frankfurt: Dax unter Druck - Ringen um Marke von 14 000 Punkten

    Zusammenfassung:FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax ist am Montag mit dem Versuch einer weiteren Erholung gescheitert. Nac

      FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax ist am Montag mit dem Versuch einer weiteren Erholung gescheitert. Nach einem schwachen Start drehte der deutsche Leitindex nur kurz ins Plus. Am Nachmittag büßte er 0,64 Prozent auf 13 938,01 Punkte ein. Am Freitag hatte der Dax deutlich zugelegt und damit erstmals seit längerem eine positive Wochenbilanz erzielt. Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es am Montag um 0,43 Prozent auf 28 945,06 Punkte hoch. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,47 Prozent auf 3686,04 Zähler.

      Zum wiederholten Mal streiten sich Bullen und Bären um die 14 000-Punkte-Marke, kommentierte Analyst Christian Henke vom Broker IG das Marktgeschehen. Zum Wochenauftakt machen schwache Konjunkturdaten aus China den Anlegern das Leben schwer.

      Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets sah die jüngsten Wirtschaftsnachrichten aus der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft ebenfalls als Belastung: Die dicken Minuszeichen bei Industrieproduktion und Einzelhandelsumsätzen sprechen eine eindeutige Sprache: das Reich der Mitte fällt aktuell als Konjunkturmotor einer schon strauchelnden Weltwirtschaft aus. Auch für Martin Utschneider, technischer Analyst bei der Bank Donner & Reuschel, und für Marktexperte Stephen Innes von SPI Asset Management steht das Thema Rezession in der Wahrnehmung der Anleger derzeit ganz oben.

      Aus den USA kamen am Nachmittag weitere schlechte Konjunkturnachrichten: Der Empire-State-Index, der die Stimmung in den Industrieunternehmen im Bundesstaat New York misst, belegte überraschend einen regelrechten Einbruch. Mit einem Stand unter der Nulllinie signalisiert der Indikator jetzt einen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität.

      Unternehmensseitig war die Agenda am deutschen Aktienmarkt zu Wochenbeginn übersichtlich. Mit der Vodafone (LON:VOD)-Funkturmgesellschaft Vantage Towers (ETR:VTWRn) und dem IT-Dienstleister Adesso (ETR:ADNGk) legten Unternehmen aus der zweiten Reihe endgültige Geschäftszahlen vor.

      Vantage konnte die Anleger nicht überzeugen: Mit einem Kursrückgang um fast vier Prozent setzten die Aktien den jüngsten Abwärtstrend fort und waren MDax-Schlusslicht. JPMorgan-Analyst Akhil Dattani attestierte dem Unternehmen indes ein durchwachsenes Schlussquartal.

      Adesso berichtete über ein gutes erstes Quartal, blieb aber wegen einer möglichen Eintrübung des wirtschaftlichen Umfelds bei seiner Jahresprognose. Die Anleger zeigten sich dennoch zufrieden: Die im Nebenwerte-Index SDax gelisteten Papiere verteuerten sich um rund fünf Prozent und konnten sich damit weiter vom jüngst erreichten Tief seit August erholen.

      Beim Industrie- und Stahlkonzern Thyssenkrupp (ETR:TKAG) stand nach der jüngsten Erholung zuletzt ein Kursminus von über einem halben Prozent zu Buche. Dessen U-Boot- und Marineschiff-Sparte Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) will Teile der insolventen MV-Werften in Mecklenburg-Vorpommern übernehmen und strebt eine Führungsrolle bei der Konsolidierung der Werftindustrie in Deutschland und Europa an. Ein Händler räumte der Nachricht wenig Neuigkeitswert ein.

      Ansonsten standen Analystenkommentare im Fokus. Sartorius-Titel zählten mit einem Plus von fast zwei Prozent zu den Dax-Favoriten, nachdem die Schweizer Bank UBS (SIX:UBSG) sie hochgestuft hatte und nun zum Kauf rät. Damit setzte sich die Erholung vom vergangene Woche erreichten Tief seit Juli 2020 fort. Die Aktienbewertung verkenne das Wachstumspotenzial des Laborzulieferers, begründete Analyst Michael Leuchten seine nun positive Einschätzung.

      Neue Kaufempfehlungen der HSBC (LON:HSBA) und der Privatbank Berenberg bescherten auch dem Medizintechnikkonzern Carl Zeiss Meditec (ETR:AFXG) sowie dem auf Software für die Finanzbranche spezialisierten Anbieter GFT Technologies (ETR:GFTG) Kursgewinne von 2,8 beziehungsweise viereinhalb Prozent.

      Der Euro notierte zuletzt bei 1,0430 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag noch auf 1,0385 Dollar festgesetzt.

      Der Rentenindex Rex fiel um 0,47 Prozent auf 136,06 Punkte. Die Umlaufrendite stieg im Gegenzug von 0,74 auf 0,83 Prozent. Der Bund-Future verlor 0,35 Prozent auf 153,33 Punkte.

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