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Sie wollten nie Investoren haben – nun holt sich das Recruiting-Portal Workwise doch 12 Millionen
Zusammenfassung:Jannik Keller und Martin Trenkle (rechts) haben eine Jobbörse gebaut, die auch ohne Anschreiben ausk
Jannik Keller und Martin Trenkle (rechts) haben eine Jobbörse gebaut, die auch ohne Anschreiben auskommt. Stattdessen müssen Bewerber Fragen beantworten.
Workwise
Wenige Monate, nachdem Martin Trenkle und Jannik Keller ihr Studium am renommierten Karlsruher Institut für Technologie begannen, starteten sie auch ihre eigene Unternehmung: eine Jobbörse für Studierende und Berufsanfänger. Das war Ende 2013. Zwei Jahre später gründeten sie eine dazugehörige GmbH, ihr Startup Campusjäger war geboren.
Heute, noch einmal gut sechs Jahre und eine Namensänderung später, heißt das Recruiting-Portal Workwise. Das Startup fokussiert sich nicht mehr nur auf junge Leute, sondern hat seine Stellengesuche um Führungspositionen erweitert. Die Kunden sind überwiegend Mittelständler, die insbesondere Senior-Positionen nicht besetzen können, wie Trenkle und Keller im Laufe der Jahre bemerkt haben.
Kredite reichen nicht mehr aus
Um Workwise nun einen Wachstumsschub geben zu können, hat sich das Gründerduo dazu entschlossen, einige seiner Anteile abzugeben – im Gegenzug für eine Kapitalspritze. In ihrer allerersten Finanzierungsrunde seit der Gründung 2015 haben sie nun zwölf Millionen Euro erhalten. Das Geld kommt vom Karlsruher Geldgeber Lea Partners und Armira Growth aus München. Die beiden Investoren halten nun jeweils elf Prozent an Workwise.
„Wir könnten Workwise auch allein skalieren, aber wir profitieren ungemein von dem Kapital und dem Netzwerk“, sagt Trenke zu Gründerszene. „Vorher haben wir nie den Mehrwert gesehen, Investoren reinzuholen.” Bislang habe sich die Tech-Firma über Ersparnisse und Kredite finanziert. Die Darlehen würden aber nun nicht mehr ausreichen, da die aufgebrachten Beträge vergleichsweise klein und die monatlichen Rückzahlungen in Summe zu hoch seien. Daher jetzt die Entscheidung für Risikokapital.
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Eigentlich habe das Gründerduo acht Millionen Euro einsammeln wollen, sagt Trenke. Weil das Interesse so hoch gewesen sei, seien es am Ende zwölf Millionen Euro geworden. Von der ersten Diskussion darüber, Anteile zu verkaufen bis zum Notartermin seien insgesamt zweieinhalb Monaten vergangen.
Umsatz verdoppelt sich jährlich
Ein Vorteil, den Workwise als gebootstrapptes Unternehmen hat, ist das profitable Ergebnis am Ende jedes Jahres. Für VCs eine rentable Investmentgelegenheit. Wie hoch Umsatz und Gewinn sind, will Trenke nicht sagen. Die Erlöse hätten sich aber jährlich verdoppelt – bis auf das erste Corona-Jahr 2020. Da sei das Wachstum niedriger ausgefallen.
Workwise verdient sein Geld mit Vermittlungsgebühren. Nutzen Firmenkunden das Portal lediglich, um darüber ihre offenen Stellenanzeigen zu verwalten und bewerben diese dann aber auf Portalen wie Stepstone und Indeed, zahlen sie nichts. Kümmert sich das Startup um den kompletten Recruiting-Prozess, also auch um die Vermarktung der Anzeige und das Bewerbermanagement, kostet es – allerdings nur, falls wirklich jemand eingestellt wird. Laut Trenke passiert das in den meisten Fällen. Die Provision beträgt dann 18 Prozent des Jahresbruttogehalts dieser Person.
Diesen Service hat die Karlsruher Firma im vorigen Jahr implementiert. Zuvor war Workwise lediglich eine Jobbörse. Mit dem neuen Kapital soll die Dienstleistung weiter ausgebaut und das etwa 140-köpfige Team aufgestockt werden.
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