简体中文
繁體中文
English
Pусский
日本語
ภาษาไทย
Tiếng Việt
Bahasa Indonesia
Español
हिन्दी
Filippiiniläinen
Français
Deutsch
Português
Türkçe
한국어
العربية
RATING/ROUNDUP: Russlands Bonität unter Druck - Sanktionen wegen Ukraine-Krieg
Zusammenfassung:NEW YORK (dpa-AFX) - Russlands Kreditwürdigkeit an den Finanzmärkten sinkt immer weiter. Angesichts
NEW YORK (dpa-AFX) - Russlands Kreditwürdigkeit an den Finanzmärkten sinkt immer weiter. Angesichts der wirtschaftlichen Sanktionen gegen das Land wegen des Angriffskriegs auf die Ukraine haben alle drei großen Ratingagenturen den Daumen gesenkt. Am Donnerstagabend reduzierte die US-Ratingagentur Standard & Poors (S&P) ihre Einstufung erneut. Auch die zwei anderen großen Ratingagenturen Fitch und Moodys hatten Russlands Bonität diese Woche auf Ramschniveau abgestuft. Weitere Abstufungen seien möglich. Ein Zahlungsausfall könnte drohen.
Die EU, die Vereinigten Staaten und andere Länder aus der G7-Gruppe haben in den vergangenen Tagen mehrere Sanktionspakete gegen Russland beschlossen. Darin enthalten sind etwa der Ausschluss russischer Finanzinstitute aus dem Banken-Kommunikationsnetzwerk Swift sowie Strafmaßnahmen gegen die russische Zentralbank. Als kritisch gilt besonders der durch die Sanktionen beschränkte Zugriff auf Währungsreserven.
Russische Staatsanleihen haben nun bei allen Ratinghäusern Junk-Status. Junk Bonds oder Ramschanleihen haben ein sehr hohes Ausfallrisiko. Die Analysten halten die Folgen der westlichen Sanktionen für sehr schwerwiegend für die russische Wirtschaft. Diese Maßnahmen werden zu anhaltenden Verwerfungen im Wirtschaftsleben und der Finanzindustrie sorgen.
Der Absturz des Rubel werde zu einer hohen Inflation, einem erheblichen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivitäten und einer deutlichen Verringerung des Lebensstandards führen. Zudem schließen die Analysten nicht aus, dass Russland die Zinszahlungen und die Rückzahlung der Schulden einstellen könnte.
Standard & Poors (S&P) senkte die Bonitätsnote für Russland von BB+ auf CCC-. Erst am vergangenen Freitag hatten die Kreditwächter die Bewertung in den sogenannten Ramschbereich für spekulative Anlagen abgestuft. Nun ging es weitere acht Stufen nach unten - das Rating liegt nur noch knapp über der Kategorie für Zahlungsunfähigkeit.
Die Abstufung folgt auf Maßnahmen, von denen wir glauben, dass sie das Risiko eines Zahlungsausfalls wahrscheinlich wesentlich erhöhen werden, begründete die Ratingagentur ihre Entscheidung mit Blick auf die jüngsten Sanktionen. S&P geht davon aus, dass Russlands Kreditwürdigkeit stark unter Druck bleibt und in den kommenden Wochen weiter gesenkt werden könnte.
Die US-Ratingagentur Moodys hat Mitte der Woche die Kreditwürdigkeit Russlands deutlich reduziert. Moodys bewerte das Land mit der Note B3, zuvor lag diese bei Baa3 um sechs Stufen höher. Auch Fitch hat sich kurz zuvor entsprechend geäußert. Die Note ging hier auf B von BBB nach unten. Das ist ein Rückgang um 6 Stufen.
Haftungsausschluss:
Die Ansichten in diesem Artikel stellen nur die persönlichen Ansichten des Autors dar und stellen keine Anlageberatung der Plattform dar. Diese Plattform übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Artikelinformationen und haftet auch nicht für Verluste, die durch die Nutzung oder das Vertrauen der Artikelinformationen verursacht werden.
