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Ukraine-Krieg schickt Ölpreise um 10 Prozent nach oben
Zusammenfassung:Von Barani Krishnan Investing.com - Nach dem ergebnislosen Ausgang der Verhandlungen über einen Waff
Von Barani Krishnan
Investing.com - Nach dem ergebnislosen Ausgang der Verhandlungen über einen Waffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine explodierten die Ölpreise am Dienstag aus Sorge der Marktteilnehmer vor den Folgewirkungen der unlängst ausgesprochenen Sanktionen gegen Moskau auf die Energieexporte des Landes um mehr als 10 %.
Gegen 20.07 Uhr MEZ verbuchte der meistgehandelte Kontrakt der Nordseesorte Brent einen Preisaufschlag von 7,61 Dollar bzw. fast 8 % auf 105,72 Dollar je Barrel.
Der Preis für die US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) verteuerte sich um 8,31 Dollar bzw. 9,3 % auf 104,03 Dollar.
Zwischenzeitlich waren die beiden Ölsorten sogar um mehr als 10 % gestiegen und markierten neue siebenjährige Höchststände.
Selbst nachdem die in Paris ansässige Internationale Energieagentur (IEA) die koordinierte Freigabe von 60 Millionen Barrel Rohöl aus den Notfallreserven der 31 Mitgliedsländer der Agentur ankündigte, um dem durch den Russland-Ukraine-Konflikt bedingten Druck auf den Ölpreis etwas entgegenzuwirken, setzten die Rohölpreise ihre Rallye fort.
Der Energiebehörde zufolge will man eine geschlossene und starke Botschaft an die globalen Ölmärkte senden, dass es infolge der russischen Invasion in der Ukraine keine Lieferengpässe geben wird.
Die Gespräche zur Beendigung des Krieges führten am Dienstag zu keinem unmittelbaren Durchbruch, woraufhin es erneut zu heftigen Feuergefechten auf beiden Seiten kam. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ersuchte den Westen inständig, eine weltweite Flugverbotszone für Russland wegen des Kriegs in seinem Land durchzusetzen.
Angesichts der jüngsten Entwicklungen wächst die Sorge, wie die Welt ohne die kontinuierlichen Öllieferungen aus Russland, das etwa ein Zehntel des Weltölbedarfs deckt, überhaupt auskommen soll.
Die Vereinigten Staaten, Großbritannien, Europa und Kanada haben den Zugang diverser russischer Banken zum globalen Interbankenzahlungssystem SWIFT blockiert und damit das Milliardengeschäft, das Russland täglich mit Öl und anderen Rohstoffen betreibt, teilweise gestört.
Da der Westen selbst von russischem Öl und Gas abhängig ist, hat er zunächst keine direkten Sanktionen gegen Moskaus Energieexporte verhängt.
Doch diese Haltung änderte sich am Wochenende, als EU-Beamte am Montag ihren Plan bekräftigten, den Euroraum aus seiner Abhängigkeit von russischen Energielieferungen herauszuholen. Dabei seien sie bereit, kurzfristig steigende Öl- und Gaskosten in Kauf zu nehmen. Seit Jahresbeginn sind die Rohölpreise um mehr als 35 % gestiegen.
Gespannt blicken die Ölmarktbeobachter nun auf das Treffen der OPEC+ am Mittwoch. Es wird erwartet, dass die OPEC+ an ihrer Strategie einer graduellen Produktionssteigerung festhält und damit den Forderungen der Verbraucherländer unter dem Dach der IEA erneut eine Absage erteilt.
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