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Sanktionen gegen Russland ab heute wirksam: Eine der größten russischen Banken steht in Europa offenbar schon vor der Pleite
Zusammenfassung:Menschen heben Geld an Automaten der Sberbank ab. picture alliance / dpa /TASS | Artyom GeodakyanDer
Menschen heben Geld an Automaten der Sberbank ab.
Der Ausschluss aus dem Zahlungssystem Swift setzt russische Banken unter erheblichen Druck.
Medienberichten zufolge soll die Sberbank Europe AG, eine Tochter der Sberbank Russland, ebenso wie ihre kroatischen und slowenischen Ableger, zahlungsunfähig sein.
Russlands Zentralbank erklärte unterdessen, dass es genug Kapital und Liquidität gebe.
Medienberichten zufolge, die sich auf Angaben der Europäischen Zentralbank beziehen, soll die Sberbank Europe AG, eine Tochter der Sberbank Russland, ebenso wie ihre kroatischen und slowenischen Ableger, zahlungsunfähig sein. Die Sberbank ist in Russland eine der größten Banken.
„Die Sberbank Europe AG und ihre Tochtergesellschaften mussten aufgrund der Auswirkungen der geopolitischen Spannungen auf ihren Ruf erhebliche Einlagenabflüsse hinnehmen“, erklärt die EZB laut einem Bericht im „Handelsblatt”. Dies habe zu einer „Verschlechterung ihrer Liquiditätslage geführt.
Wie das „Handelsblatt weiter schreibt, gebe es keine realistische Chance, die Liquidität wiederherzustellen. Mehrheitseigentümer der Bank ist Russland.
Die Bank erklärte laut dem „Handelsblatt“ in einer Mitteilung am Montag, dass sie ihre Kunden schützen und die kritischen Funktionen des Hauses weiter aufrechterhalten wolle. „Wir unternehmen alle Anstrengungen und unterstützen die Behörden uneingeschränkt, damit diese ihre Befugnisse einsetzen können, um diese beispiellose Situation im Sinne der Kunden zu meistern”, wurde Sonja Sarközi, CEO der Sberbank Europe, vom „Handelsblatt zitiert.
Zentralbank will auch weiterhin Stabilität gewährleisten
Russlands Zentralbank will unterdessen auch nach einem Ausschluss der Banken des Landes aus dem internationalen Finanz-Kommunikationssystem Swift die Stabilität gewährleisten. Es gebe genügend Kapital und Liquidität für eine ununterbrochene Funktion bei jeder beliebigen Situation, teilte die Bank am Sonntag mit.
„Alle Mittel der Kunden auf den Konten bleiben und sind jeden beliebigen Moment zugänglich, hieß es in der Mitteilung. Auch Bankdienstleistungen würden wie gehabt funktionieren. Zahlreiche russische Bankkunden hatten allerdings über Probleme berichtet, Geld an Automaten abzuheben und mit Karten zu bezahlen.
Finanztransaktionen innerhalb Russlands würden gesichert durch das neue russische System SPFS, hieß es. Als Reaktion auf Russlands Krieg in der Ukraine beschloss die Bundesregierung gemeinsam mit westlichen Verbündeten einen Ausschluss russischer Banken aus dem internationalen Finanz-Kommunikationssystem Swift.
Schon nach Russlands Annexion der ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim 2014 waren Forderungen laut geworden, Russland von Swift auszuschließen. Seither bereitet sich die Führung des Landes deshalb auf einen solchen möglichen Schritt vor und hat das russische Äquivalent SPFS geschaffen, auf das Banken ausweichen können.
„Der Ausschluss Russlands von Swift ist natürlich eine unangenehme Sache, aber sie ist nicht dramatisch oder tödlich, sagte der Vorsitzende des Finanzmarkt-Ausschusses im russischen Parlament, Anatoli Aksakow. Auch vor Swift habe es internationale Geldüberweisungen gegeben. Am eigenen System SPFS seien 400 russische Geldinstitute beteiligt. Der Politiker betonte, dass die Sanktionen auch für den Westen schwere Folgen hätten. Allein an der größten russischen Bank Sberbank seien viele US-Investoren beteiligt.
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