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Sicherheitsbedenken: GlaxoSmithKline stoppt RSV-Impfstudie mit Schwangeren
Zusammenfassung:LONDON (dpa-AFX) - Der Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) hat eine Impfstudie an schwangeren Frauen
LONDON (dpa-AFX) - Der Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) hat eine Impfstudie an schwangeren Frauen wegen Sicherheitsbedenken unterbrochen. Konkrete Gründe wurden nicht genannt, die Entscheidung sei auf Anraten von unabhängigen Experten nach routinemäßigen Sicherheitstests gefallen, teilte der britische Konzern am Freitag mit. Bei dem getesteten Impfstoff handelt es sich um ein Vakzin gegen das sogenannte respiratorische Synzytial-Virus (RSV), das häufig schwere Atemwegserkrankungen bei Kleinkindern auslöst, aber auch Erwachsene befällt. In Extremfällen kann eine Infektion auch tödlich enden.
Nicht betroffen sind nach Konzernangaben die Studien an älteren Menschen, die unverändert weiterlaufen. Hier ist die Veröffentlichung von Studiendaten noch für das erste Halbjahr geplant.
Für die Briten ist die Unterbrechung ein gewisser Rückschlag: GlaxoSmithKline versucht in einem potenziell milliardenschweren Markt Fuß zu fassen, auf dem es bislang noch keine Impfung gegen das RS-Virus gibt. Besonders gefährdeten Personen können aber Antikörper verabreicht werden.
Laut UBS-Analystin Laura Sutcliffe wird dem RSV-Impfstoff am Markt derzeit ein Umsatzpotenzial von 1,4 Milliarden Pfund (1,7 Mrd Euro) pro Jahr zugetraut. Allerdings dürften sich diese Schätzungen laut der Expertin schon jetzt hauptsächlich auf den potenziellen Impfstoff für ältere Erwachsene beziehen, da dieser mit höherer Wahrscheinlichkeit die gewünschte Wirkung aufweise. Der Umsatz mit dem RSV-Impfstoff könnte laut Sutcliffe rund 25 Prozent des Wachstums des künftigen GSK-Konzerns ausmachen, der sich in diesem Sommer aufspalten will.
Die GSK-Aktien gerieten am Morgen zunächst unter Druck, erholten sich dann aber und pendelten um ihren Vortagesschluss.
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