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„Deutliche Ernüchterung zu spüren: SAP-Mitarbeiter zeigen sich enttäuscht über mäßige Gehaltserhöhung
Zusammenfassung:picture alliance / photothek | Leon KuegelerNach der jüngsten Gehaltserhöhung bei SAP ist der Unmut
Nach der jüngsten Gehaltserhöhung bei SAP ist der Unmut unter den rund 24.500 Angestellten groß, wie das „Handelsblatt berichtete.
So wird es dieses Jahr nur 2,7 Prozent mehr geben als letztes Jahr, obwohl die Inflationsrate 2021 bei 3,1 Prozent lag. Der Personalchef beteuert indes, es gehe um Bezahlung nach Leistung.
Bislang gibt es mangels Gewerkschaften-Einfluss bei SAP keinen Tarifvertrag. Das könnte sich aber mit den nächsten Betriebswahlen ändern, wo Verdi und IG Metall laut internen Stimmen rund ein Drittel der Sitze gewinnen könnte.
Die Erwartungen waren hoch auf der SAP-Mitgliederversammlung Ende Januar. Die rund 24.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erhofften sich nach einer vielversprechenden E-Mail vom Vorstand eine großzügige Gehaltserhöhung. Umso tiefer war die Enttäuschung als klar wurde, dass es dieses Jahr nur 2,7 Prozent mehr geben wird als im Vorjahr, wie das „Handelsblatt berichtete.
Mit diesem Budget überbietet der Softwarekonzern zwar den Wert aus dem vergangenen Jahr, als SAP die Gehälter nur um 1,2 Prozent angehoben hatte. Aber in Anbetracht der hohen Inflationsrate in Deutschland, die 2021 bei 3,1 Prozent lag, hätte die Belegschaft einen höheren Betrag für angemessen gehalten. „Es war eine deutliche Ernüchterung zu spüren“, sagte Betriebsratschef Klaus Merx gegenüber dem „Handelsblatt”.
Der Unmut unter den Mitarbeitenden wird sich möglicherweise in den bevorstehenden Betriebsratswahlen widerspiegeln. So hatten Gewerkschaften bisher wenig zu sagen bei SAP, aber Merx erwartet, dass Verdi und IG Metall, die sich für Tarifverträge einsetzen, dieses Mal „bis zu einem Drittel der Sitze für sich gewinnen könnten. Ein solches Ergebnis wäre ein großer Schnitt in der Unternehmensgeschichte.
Deutschland-Personalchef Cawa Younosi verteidigte indes das aktuelle Budget und unterstrich, dass von jedem neu auszugebendem Euro 48 Cent in die Mitarbeitervergütung fließen werde. Das sei „ein Rekordwert, so der Personalchef. Es gehe bei der Gehaltsstruktur nicht nur im Inflationsausgleich, sondern vor allem um die Belohnung von Leistung.
Hohe Zahl an Bewerbungen
Eine Vergütung nach Leistung bedeutet mangels Tarifvertrags jedoch auch, dass nicht jeder etwas von der 2,7 Prozent-Erhöhung zu sehen bekommt – denn die neuen Beträge gelten nur zu 40 Prozent den 24.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Über die restlichen 60 Prozent entscheiden die jeweiligen Abteilungsleitungen.
Trotz Fachkräftemangel in der IT-Branche, konnte SAP sich bisher gut bewähren. Younosi verweist auf einen Rekordeingang von Bewerbungen und die geringe Fluktuationsrate, die bei 1,5 Prozent liegt. Das mag an der ländlichen Lage im Rhein-Neckar-Raum liegen, wo nicht viel Wettbewerb herrscht. Ebenso werden den Mitarbeitern viele Vorteile versprochen, wie gratis Mittagessen oder ein Dienstwagen. Diese Boni haben in Pandemie-Zeiten aber deutlich an Bedeutung verloren.
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