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Warum die PayPal-Aktie am Mittwoch um 25 % abgestürzt ist
Zusammenfassung:Investing.com - Ein insgesamt enttäuschendes Quartal sowie die Aussicht auf ein langsames Umsatzwach
Investing.com - Ein insgesamt enttäuschendes Quartal sowie die Aussicht auf ein langsames Umsatzwachstum haben die Aktien von PayPal (NASDAQ:PYPL) am Mittwoch auf Talfahrt geschickt. An der NASDAQ brach der Kurs um fast 25 % auf 132,28 Dollar ein. Mit rund 129 Dollar erreichte das Papier den tiefsten Stand seit Mai 2020. Mehr als zwei Drittel der durch die Corona-Pandemie angefallenen Kursgewinne sind damit wieder futsch. Nicht nur die Online-Ausgaben verlangsamen sich, auch die Folgen der Trennung von der ehemaligen PayPal-Mutter eBay (NASDAQ:EBAY) machen sich in den Zahlen bemerkbar.
Nach wie vor spürt der Onlinebezahlsystem die Auswirkungen der Umstellung von eBay auf sein eigenes Bezahlsystem. PayPal und eBay hatten ihre exklusive Zusammenarbeit vor wenigen Jahren schrittweise aufgelöst.
Das Ende der Zusammenarbeit mit eBay dürfte im ersten Halbjahr des laufenden Jahres 600 Millionen Dollar Umsatz kosten, zitierte Reuters den Chief Executive Officer Dan Schulman in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Dadurch verringert sich das Wachstum der Gesamtumsätze in diesem Quartal auf nur noch 6 %, kaum die Hälfte dessen, was die Analysten prognostiziert hatten, und weniger als die Hälfte des Wachstums von 13 %, das im letzten Quartal des vergangenen Jahres verzeichnet wurde.
In einem Interview mit CNBC sagte Schulman, dass PayPal bei der Erstellung der Prognosen einen vorsichtigen Ansatz verfolgte, aber erwartet, dass sich die Umsätze in der zweiten Jahreshälfte wieder beschleunigen werden.
Neben der eBay-Trennung verwies er auf exogene Faktoren wie die Inflation, die die Konsumausgaben bremst sowie auf Probleme in der Lieferkette, die den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr unverhältnismäßig beeinträchtigen.
Im Vergleich zu 26 % Wachstum im dritten Quartal ging die Wachstumsrate des gesamten Zahlungsvolumens im vierten Quartal auf 23 % zurück. Angesichts der Pandemie mussten Unternehmen ihr Geschäft digitalisieren, wodurch die Akzeptanz der PayPal-Plattform bei Verbrauchern und Händlern zunahm. Jetzt, da sich das Konsumverhalten wieder normalisiert und die Kunden in die stationären Einzelhandelsgeschäfte zurückkehren, schwächt sich dieses Wachstum ab.
PayPal geht davon aus, dass in diesem Jahr nur 15 bis 20 Millionen neue aktive Konten hinzukommen werden, also kaum ein Drittel der 49 Millionen Konten, die der Online-Gigant im Jahr 2021 hinzufügen konnte.
Die Plattform betreute zum Quartalsende 426 Millionen aktive Kundenkonten. Laut einem Bloomberg-Bericht hat der Zahlungsdienst mittlerweile sein Ziel aufgegeben, bis 2025 auf insgesamt 750 Millionen aktive Kundenkonten zu kommen. Grund für diesen Schritt dürfte unter anderem das Aufspüren von 4,5 Millionen unrechtmäßig angelegten Accounts gewesen sein.
Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 1,11 Dollar über dem Vorjahreswert von 1,08 Dollar, verfehlte aber die Schätzungen der Analysten.
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