Zusammenfassung:Die Hoffnung auf weitere Konjunkturhilfen und geldpolitische Stützungsmaßnahmen für die durch die Coronavirus-Krise gebeutelten Länder sorgte im deuts
Die Hoffnung auf weitere Konjunkturhilfen und geldpolitische Stützungsmaßnahmen für die durch die Coronavirus-Krise gebeutelten Länder sorgte im deutschen Leitindex DAX am Mittwoch für stark steigende Kursnotierungen. Unterstützung lieferte auch der US-Aktienmarkt, der mittlerweile seine Verluste aus dem Corona-Crash Mitte März wieder wettgemacht hat.
Die Hoffnung auf weitere Konjunkturhilfen und geldpolitische Stützungsmaßnahmen für die durch die Coronavirus-Krise gebeutelten Länder sorgte im deutschen Leitindex DAX am Mittwoch für stark steigende Kursnotierungen. Unterstützung lieferte auch der US-Aktienmarkt, der mittlerweile seine Verluste aus dem Corona-Crash Mitte März wieder wettgemacht hat.
EZB im Fokus
In den Fokus rückt nun die Sitzung der Europäischen Zentralbank, wo Volkswirte mit einer Erhöhung des Pandemie-Notfkaufprogramms (PEPP) rechnen. Die Rabobank geht sogar von einer Senkung des Einlagensatzes um 10 Basispunkte aus. “Die EZB wird wahrscheinlich eine Aufstockung des PEPP um 250 Milliarden Euro und eine Senkung des Einlagensatzes um 10 Basispunkte ankündigen”, sagte die niederländische Rabobank in einer Notiz.
“Außerdem könnte die EZB nach dem Prinzip der früheren Lockerung der Kreditsicherheiten auch beschließen, so genannte 'fallen Angels' in das Programm aufzunehmen”, erklärte Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der Eurozone und Global Head of Macro bei der ING.
Die EZB wird auch mögliche Szenarien prüfen, wie das Kaufprogramm für den öffentlichen Sektor nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs ohne Beteiligung der Bundesbank weitergeführt werden kann.
Der DAX legte am Mittwoch um 3,88 Prozent zu und schloss bei 12.487 Punkten. Es war der höchste Tagesschlusskurs seit dem 27. Februar 2020. Gleichzeitig war es der erste Schlusskurs oberhalb der wichtigen 200-Tage-Linie, die aktuell bei 12.111 Punkten liegt. Allein in den ersten beiden Handelstagen des Börsenmonats Juni ging es um mehr als sieben Prozent nach oben für den deutschen Aktienindex.
Für den MDAX ging es um 2,29 Prozent nach oben und der SDAX gewann 2,51 Prozent. Der TecDAX rückte 1,63 Prozent vor.
Versicherungsaktien und Zykliker gefragt
Gefragt waren vor allem Werte aus der Versicherungsbranche. Die Allianz stieg um 8,5% und Munich Re um 8,3 Prozent. Zyklische Titel wie BASF stiegen um 6,3 Prozent, Daimler und BMW um 4,8 Prozent. Traton erhöhte sich um 10,33 Prozent.
Von den Anlegern ausgeblendet werden weiterhin die negativen Faktoren. Die massiven Ausschreitungen in den USA und die Entwicklungen in Hongkong sowie die zunehmenden Spannungen zwischen den USA und China können die Börsenrallye nicht bremsen.
DAX 30 Index - technische Kursniveau
Laut den Analysten von Credit Suisse hat der Sprung des DAX über die 200-Tage-Linie die langfristige bärische Sichtweise in Frage gestellt. „Ein nachhaltiger Breakout auf Wochenbasis über dieses Kursniveau würde die langfristige bärische Sicht in Frage stellen, sagten sie in einer Notiz.
Der nächste relevante Widerstand liege bei dem “78.6% Fibo-Retracement bei 12.610”.
Nur ein Rutsch unter 11.430/10.867 würde das Momentum der laufenden Rallye negieren. Danach würde die Haltemarke bei 10.161 in den Fokus rücken, fügten sie hinzu.
