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    HeidelbergCement: Rekord-Dividenden trotz Staatshilfen

    Zusammenfassung:Demonstranten vor dem Hauptsitz des Baustoffkonzerns HeidelbergCement am Tag der Hauptversammlung.pi

      Demonstranten vor dem Hauptsitz des Baustoffkonzerns HeidelbergCement am Tag der Hauptversammlung.

      picture alliance/dpa | Uwe Anspach

      Die Hauptversammlung am Donnerstag stimmte einer Rekord-Dividende zu. Kritische Aktionäre hielten die Ausschüttung vor dem Hintergrund der Corona-Hilfen für inakzeptabel.

      HeidelbergCement, der viertgrößte globale Zementhersteller, erzielte im Pandemie-Jahr 2020 unerwartet gute Ergebnisse. Der Aktienkurs stieg im vergangenen Jahr um 57 Prozent.

      Die Konzernführung musste auch zu Umwelt- und Menschenrechtsfragen Rede und Antwort stehen.

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      Die Proteste vor der Hauptversammlung bei HeidelbergCement drangen in Zeiten von virtueller Hauptversammlungen nicht mehr wirklich durch. Klima- und Menschenrechtsaktivisten demonstrierten nicht nur am Donnerstagmorgen vor dem Hauptsitz des Zementherstellers, sondern auch einen Tag zuvor vor einer Zementfabrik in Leimen.

      In die Konzernzentrale in Heidelberg fuhren allerdings nur der Aufsichtsratschef und der CEO von HeidelbergCement, die Aktionäre nahmen per Videokonferenz teil. Zu den ewigen Problemen der Zementindustrie kommt nun auch die scharfe Kritik nach dem Pandemie-Jahr 2020 hinzu: Wie passen die geplanten Rekord-Dividenden zusammen mit dem Kurzarbeitergeld vom Staat?

      Bauboom trotz Pandemie

      Durch Bevölkerungswachstum und Urbanisierung weltweit steigt die Nachfrage für Baustoffe und das verspricht gute Aussichten auch für HeidelbergCement. Die Geschäftszahlen, die CEO Dominik von Achten den Aktionären während der Hauptversammlung präsentierte, zeigen, wie robust die Industrie trotz der Pandemie blieb.

      Von Achten, der im Februar 2020 zum Vorstandsvorsitzenden gewählt wurde, meldete zwar niedrigere Umsatzzahlen (17,6 Milliarden Euro) als im Vorjahr, der Betriebsergebnis stieg aber um 8 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro.

      Und wer nach dem Ausbruch der Pandemie auf die Zementindustrie setzte, wurde vom Aktienkurs belohnt: Im vergangenen Jahr stieg der Wert der HeidelbergCement-Aktie um 57 Prozent und kehrte somit zurück zu den Werten vor 2018.

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      Nicht nur der Aktienkurs, sondern auch die vorgeschlagene Dividende stieg auf ein Rekordhoch. Dieses Jahr schlug der Vorstand eine Ausschüttung von 2,20 Euro pro Aktie vor, der die Hauptversammlung trotz heftiger Kritik zugestimmt hat. Beim Dachverband der kritischen Aktionärinnen und Aktionäre e.V. löste das, wie zuvor bei Daimler und Continental, Alarmglocken aus.

      Anfang Mai 2020 schickte der Konzern knapp 40 Prozent der 2.100 Mitarbeiter in Deutschland in die Kurzarbeit. Die Maßnahme hat das Unternehmen im August nach Presseberichten ausgesetzt. „Es passt nicht zusammen: Auf der einen Seite profitierte HeidelbergCement letztes Jahr finanziell von Kurzarbeit, auf der anderen Seite soll eine Rekord-Dividende ausgeschüttet werden, schrieben die Aktionäre in ihrem Antrag. Die Aktionäre forderten, dass HeidelbergCement zuerst das Kurzarbeitergeld und weitere Corona-Hilfen an den Staat zurückzahlt und erst danach über Dividendenausschüttung nachdenkt. Sonst besteht die Gefahr, dass die Steuergelder die Dividenden subventionieren, so der Antrag.

      Die Konzernführung begründete die Dividendenerhöhung mit der drastischen Senkung aus dem Vorjahr – 2019 schüttete das Unternehmen 0,60 Cent pro Aktie aus. Diese Einsparung soll die diesjährige Rekord-Ausschüttung ermöglicht haben, hieß es von den Konzernchefs.

      Managerboni an CO2-Ziele geknüpft

      HeidelbergCement gilt weiterhin, nach dem Konzern RWE, wegen des hohen CO2-Ausstoßes als das schmutzigste DAX-Unternehmen. Die Zementindustrie trägt um 5 bis 8 Prozent zur globalen Treibhausgasemission bei. Von Achten kündigte an, künftig die Managerboni an die Erreichung der CO2-Ziele zu knüpfen. Außerdem hält das Unternehmen daran fest, den CO2-Ausstoß von 1990 bis 2025 um 30 Prozent zu reduzieren.

      Unter den insgesamt 301 Fragen, die Aktionäre am Donnerstag der Konzernführung stellten, ging es auch um die Geschäftsaktivitäten an globalen Standorten des deutschen Konzerns. Institutionellen Investoren von Wespath Institutional Investments, ein Pensionsfonds der methodistischen Kirche in den USA, kritisierten den Umgang des Konzerns mit Menschenrechte in diversen Regionen der Welt. Wespath stellte Fragen zu den Geschäftsaktivitäten des Zementherstellers in Konfliktgebieten, wie dem Westjordanland und der Westsahara. Außerdem ging es um mögliche Versäumnisse des Konzerns in Indonesien, eine Umweltverträglichkeitsprüfung gemäß OECD-Richtlinien offenzulegen.

      Im indonesischen Zentraljava gibt es Widerstand von der Bevölkerung gegen eine geplante Zementfabrik und einen Kalksteinbruch, weil laut einer Umweltstudie das Vorhaben die Umwelt und das Trinkwasser gefährden würden.

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