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    Ausbreitung der Coronavirus-Varianten: Das Virus ist gekommen, um zu bleiben

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      Die Ausbreitung der Coronavirus-Varianten bedeutet, dass Covid-19 wahrscheinlich für immer in Umlauf sein wird.

      Es wird vermutlich regelmäßiger Impfauffrischungen bedürfen, um neue Varianten des Virus in den Griff zu bekommen.

      Experten sagen aber, dass es unmöglich ist, alle Menschen jedes Jahr zu impfen. Das Virus dürfte also weiter zirkulieren.

      Mehr Artikel auf Business Insider findet ihr hier.

      Die Pandemie hat in Deutschland mittlerweile ihren ersten Jahrestag hinter sich gebracht — und währenddessen hat sich das Coronavirus zu einem noch härteren Gegner gemausert. Mehrere Mutationen, die Wissenschaftler in sich schnell ausbreitenden Varianten des Virus identifiziert haben, sind besorgniserregend. Sie führen dazu, dass diese Stämme ansteckender sind und sich zumindest teilweise dem Schutz durch Impfstoffe und durch frühere Infektionen entziehen können.

      Um es klar zu sagen: Niemand weiß, wie die nächste Phase der Pandemie verlaufen wird. Breitet sich bereits ein neuer Stamm unerkannt aus oder lauert er bereits hinter der nächsten Ecke? Wie wirksam werden die Impfstoffe auf Dauer sein? Und wann können wir daran denken, wieder in Schulen und Büros zu gehen oder sogar eine Party zu feiern?

      Während es in Deutschland dafür mit den Lockerungsplänen für Geimpfte und Genesene inzwischen erste Ansätze gibt und in den USA durch den rasanten Impffortschritt bereits vielerorts Einschränkungen zurückgenommen werden, haben Experten für Infektionskrankheiten lange gezögert, Vorhersagen zu machen. „Der erste Grundsatz bei Infektionskrankheiten: Unterschätze niemals deinen Erreger, sagt etwa Larry Corey, Virologe am Fred Hutchinson Cancer Research Center.

      Trotz dieser Ungewissheit haben die meisten Wissenschaftler eine unangenehme Wahrheit akzeptiert: Das Coronavirus wird wahrscheinlich für immer ein Teil unseres Lebens sein – auch wenn die pandemische Phase irgendwann enden wird. Unsere beste Chance ist, dass es sich in eine milde grippeähnliche Krankheit verwandelt.

      Hier legen wir die Schlüsselfaktoren dar, die bestimmen, welchen Verlauf die Pandemie nimmt. Einige der wichtigsten unbeantworteten Fragen hängen davon ab, was mit den Varianten als nächstes passiert und wie gut Impfungen und Immunität Schritt halten können.

      Das Virus ist gekommen, um zu bleiben

      Sean Gallup/Getty Images

      Vier weitere humane Coronaviren sind in unserer Bevölkerung bereits endemisch. Das heißt, sie zirkulieren dauerhaft, erreichen aber keine pandemischen Spitzenwerte. In den meisten Fällen verursachen diese Viren nur leichte Symptome, die mit gewöhnlichen Erkältungen verbunden sind.

      Wissenschaftler hatten immer befürchtet, dass ein neues Coronavirus auftauchen könnte, das tödlicher, aber immer noch hoch übertragbar ist. Und, voilà, dann kam Sars-CoV-2. „Wir können mit Sicherheit sagen, dass wir es nicht vollständig ausrotten werden“, sagte Dr. Becky Smith, eine Spezialistin für Infektionskrankheiten bei Duke Health in North Carolina. „Zu viele Menschen auf der Welt haben es. Es ist zu effizient bei der Übertragung.”

      Das Virus ist außerdem zoonotisch. Das heißt, es kann zwischen Tieren und Menschen hin und her springen. Selbst wenn es uns gelänge, Sars-CoV-2 beim Menschen auszurotten, könnten Tiere eine ähnliche Infektion wieder in unsere Bevölkerung einschleppen — vielleicht mit einer noch tödlicheren Mutation. Bis zum heutigen Tag sind die Pocken die einzige Infektionskrankheit, die jemals beim Menschen ausgerottet wurde. Sie hat kein tierisches Reservoir, daher muss sie sich von Mensch zu Mensch ausbreiten, um zu überleben.

      Eine kürzlich durchgeführte Studie legte nahe, dass Sars-CoV-2 höchstwahrscheinlich innerhalb von fünf bis zehn Jahren endemisch werden und dann einer Erkältung ähneln könnte, die Menschen in der Kindheit infiziert. Dieses Szenario hängt von der Bedingung ab, dass die Fälle bei Kindern mild bleiben. Wenn eine neue Mutation das Virus für Kindern gefährlicher macht, könnten obligatorische Corona-Impfungen für junge Menschen erforderlich werden — ähnlich wie Impfungen gegen Polio oder Masern.

      Dennoch sagt Mike Osterholm, ein führender Experte für Infektionskrankheiten, dass es nahezu unmöglich wäre, einen jährlichen Impfstoff gegen Coronaviren für jeden Menschen auf der Erde verfügbar zu machen. „Es wird uns für immer begleiten“, sagte Osterholm, der das Zentrum für Infektionsforschung und -politik an der Universität von Minnesota leitet, über das Virus. „Es ist etwas, das wir nicht von Menschen ausrotten können.”

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      Als die ersten Corona-Impfstoffe zugelassen wurden, gab es echte Hoffnung, dass sie die Pandemie beenden könnten. Die Impfungen waren zu über 90 Prozent wirksam — eine erstaunliche Wirksamkeit — und boten einen überwältigenden Schutz gegen leichte, mittlere und schwere Symptome.

      Jetzt ist das Ziel für Impfstoffe bescheidener geworden: Die schlimmsten Folgen abschwächen, Todesfälle und Krankenhausaufenthalte verhindern. „Ich habe gesehen, wie sich die Sprache bereits geändert hat, von ‚Wir werden die Herdenimmunität erreichen‘ zu ‚Hey, wir werden etwas haben, das uns zurück zur Normalität bringt, ohne, dass unsere Krankenhäuser überlastet sein werden’, sagt Deborah Fuller, eine Mikrobiologin und Impfstoffforscherin an der University of Washington.

      Das liegt zum Teil an der Besorgnis über eine neue Variante, genannt B.1.351, die im Dezember erstmals in Südafrika bemerkt wurde. Der Stamm trägt 10 Mutationen im Spike-Protein des Virus, dem Ziel aller führenden Impfstoffe. Der in Brasilien zirkulierende P.1-Stamm des Virus hat ähnlich beunruhigende Mutationen.

      B.1.351 hat bereits teilweise Resistenz gegen den Impfstoff von Moderna gezeigt, was darauf hindeutet, dass die Impfung bei der Verhinderung milderer Erkrankungen, die durch diesen Stamm verursacht werden, weniger wirksam sein könnte. Frühe klinische Ergebnisse von Impfstoffprogrammen unter der Leitung von Johnson & Johnson, AstraZeneca und Novavax haben ebenfalls Bedenken geweckt, dass die Impfstoffe nicht so gut gegen B.1.351 oder andere Varianten mit ähnlichen Mutationen wirken.

      Impfstoffforschung steht erst am Anfang

      Douglas Magno/Afp via Getty Images

      Doch selbst wenn die Impfstoffe gegen einige neue Coronavirus-Stämme nicht ganz so gut wirken, „bedeutet das nicht, dass diese Impfstoffe nutzlos sind, so Brian Ward, medizinischer Leiter des kanadischen Impfstoffentwicklers Medicago. Impfstoffe sind nach wie vor die beste Waffe der Menschheit gegen das Coronavirus — und sie werden bereits aktualisiert, um dem Virus einen Schritt voraus zu sein. Moderna und Novavax arbeiten an Plänen für Auffrischungsimpfungen, die gegen den B.1.351-Stamm schützen sollen. Pfizer und Johnson & Johnson beobachten die Pandemie, um die richtigen Stämme für das nächste Impfstoff-Update auszuwählen.

      Alles in allem scheint es wahrscheinlich, dass die am meisten gefährdeten Menschen in wohlhabenden Ländern mindestens eine Auffrischungsimpfung erhalten werden. Impfstoffe der nächsten Generation sind bei Dutzenden von Pharmaunternehmen in Arbeit. Einige davon zielen darauf ab, mehrere Coronavirus-Varianten zu neutralisieren. Andere Programme beginnen damit, einen Kombinationsimpfstoff zu entwickeln, der vor Grippe und Covid-19 gleichzeitig schützt.

      Driftet das Virus weiter weg von den ursprünglichen Stämmen?

      Es ist möglich, dass leistungsstärkere, infektiöse Varianten alte Versionen des Virus verdrängen und so die Pandemie schwerer bekämpft werden kann. Wie beispielsweise aus dem aktuellen Bericht des Robert Koch-Instituts zu besorgniserregenden Virusvarianten hervorgeht, dominiert in Deutschland schon seit mehreren Wochen die sogenannte britische Variante, B.1.1.7. Sie wurde zuletzt in 93 Prozent der untersuchten Proben nachgewiesen.

      Aber es ist unmöglich vorherzusagen, welche Veränderungen das Virus als nächstes durchläuft und was die für uns wirklich bedeuten werden. Denn nicht alle Mutationen machen die Viren gefährlicher. „Vielleicht wird sich das Virus verändern und weniger ansteckend werden“, sagte Cody Meissner, Experte für Atemwegsviren am Tufts Medical Center in Boston. „Vielleicht wird es anfangen, weniger schwere Krankheiten zu verursachen – denn ein Virus will seinen Wirt nicht töten.”

      Einige Virologen glauben, dass das Virus, nachdem es Hunderte von Millionen Menschen infiziert hat, bereits ein hohes Maß an Anpassung erreicht hat. Das würde bedeuten, dass es sich nicht mehr stark weiterentwickeln wird.

      Eine Sache ist sicher: Die beste Verteidigung gegen neue Varianten ist es, die Übertragung von Mensch zu Mensch zu stoppen. Eine stärkere Verbreitung von Impfungen könnte dabei helfen. Sonst werden ungeimpfte Menschen das Virus weiter in Umlauf bringen — und das Virus wiederum wird sich von selbst weiter verändern.

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      Paula Bronstein/Getty Images

      Weitere Fragen dreht sich um die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers gegen das Coronavirus. Die Forscher untersuchen, wie lange dieser Schutz anhält und ob Menschen, die einmal infiziert waren, anfällig für neue Infektionen durch Varianten sein könnten. Bisher haben sie herausgefunden, dass Coronavirus-Antikörper — Blutproteine, die den Körper vor nachfolgenden Infektionen schützen — innerhalb weniger Monate nachlassen. Andere Facetten der Immunität halten möglicherweise länger an und schützen die Menschen vor neu auftretenden Stämmen.

      Weiße Blutkörperchen, so genannte T-Zellen und B-Zellen, erinnern sich ebenfalls an fremde Eindringlinge, oft über längere Zeiträume als Antikörper. Eine kürzlich durchgeführte Studie legte nahe, dass Menschen, die an Covid-19 erkrankt waren, eine robuste T-Zell- und B-Zell-Immunität über mindestens acht Monate hatten. Eine Studie zu SARS, das durch ein ähnliches Coronavirus verursacht wird, ergab, dass Menschen, die sich erholt hatten, noch 17 Jahre nach ihrer Infektion einen T-Zell-Schutz hatten.

      Die Forscher erwarten, dass Infektionen beim zweiten Mal milder verlaufen, basierend auf dem Verhalten anderer humaner Coronaviren. Aber eine wieder infizierte Person könnte das Virus immer noch verbreiten. Neue Varianten erschweren die Angelegenheit zusätzlich, da die meisten Studien zur Coronavirus-Immunität Stämme wie B.1.351 nicht berücksichtigt haben. Eine kürzlich durchgeführte Studie ergab, dass B.1.351-Infektionen bei Menschen, die sich von Covid-19 erholt hatten, genauso häufig vorkamen wie bei denen, die nicht erkrankt waren.

      Im schlimmsten Fall würde das Immunsystem von Menschen, die bereits an Covid-19 erkrankt waren, neue Varianten überhaupt nicht erkennen. Eine Studie, die im Oktober in der Fachzeitschrift „The Lancet veröffentlicht wurde, identifizierte zum Beispiel einen 25-jährigen Mann, der sich im Juni 2020 mit einer neuen Variante wieder infiziert hatte — und an schwereren Symptomen litt als bei seiner ersten Erkrankung im April 2020.

      Jennie Lavine von der Emory University in Atlanta sagt, dass sie immer noch glaubt, dass die führenden Impfstoffe gegen Coronaviren einen gewissen Schutz bieten werden. Wenn es um andere Viren wie Varizella-Zoster (das Virus, das für Windpocken verantwortlich ist) geht, fügte Smith hinzu, sind Impfstoffe manchmal sogar besser als natürliche Immunität. Menschen, die als Kinder gegen Windpocken geimpft werden, haben ein 20-mal geringeres Risiko, als Erwachsene eine Gürtelrose zu bekommen, sagte sie. Es ist möglich, dass Menschen, die gegen Covid-19 geimpft sind, besser vor dem Virus geschützt sind als diejenigen, die zuvor infiziert waren.

      Grundlegende Maßnahmen sind immer noch wichtig — vielleicht mehr denn je

      Wir wissen nicht genau, warum oder wie sich neue Varianten so gut verbreiten. Daher ist es nach wie vor wichtig, Masken zu tragen, Abstand zu halten und sich die Hände waschen.

      Behandlungen für Covid-19 — vor allem in den frühen, milden Stadien — sind schwer zu finden. Das könnte noch eine ganze Weile so bleiben. Wir haben immer noch keine guten Behandlungsmöglichkeiten für Krankheiten, die durch viele andere Viren verursacht werden, einschließlich Polio, Masern, Mumps und Röteln. Stattdessen verlassen wir uns auf Impfungen, um sie zu verhindern.

      „Dieses Virus ist etwas, mit dem wir lernen werden zu leben, genau wie mit der Grippe“, sagte Meissner. „Was wir wirklich tun wollen, ist, die Zahl der Krankenhausaufenthalte und Todesfälle zu stoppen.”

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      Dieser Artikel wurde von Steffen Bosse aus dem Englischen übersetzt und editiert. Das Original findet ihr hier.

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