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    Zulieferer erhebt in US-Klage schwere Vorwürfe gegen VW — verbotene Absprachen, 500 Millionen Dollar Schaden und ein Vorstand als Strippenzieher

    Zusammenfassung:Photo by Alexander Koerner/Getty ImagesAm Montag wurde in den USA eine neue Klage gegen Volkswagen e

      Photo by Alexander Koerner/Getty Images

      Am Montag wurde in den USA eine neue Klage gegen Volkswagen eingereicht. Der Zulieferer Prevent wirft Volkswagen, Adient und der Lear Corporation unlautere Absprachen vor.

      Prevent sei von den Konzernen aus dem Geschäft gedrängt worden, lautet der Vorwurf. In der Klageschrift, die Business Insider vorliegt, ist die Rede von einer geplanten „Zerstörung des bosnischen Zulieferers.

      Der Kopf hinter der abgesprochenen Aktion soll VW-Markenvorstand Ralf Brandstätter gewesen sein, heißt es in der Klageschrift.

      Mehr Artikel auf Business Insider findet ihr hier.

      Die Rechtsabteilung von Volkswagen muss sich dieser Tage vorkommen wie Don Quijote aus dem Roman von Miguel de Cervantes, der verzweifelt gegen Windmühlen ankämpft. Die Anwälte des Weltkonzerns kämpfen seit Jahren gegen Klagewellen von Kunden und Anlegern wegen des Dieselskandals und seiner Folgen.

      Am Montag wurde gegen die Wolfsburger in den USA wieder eine Klage eingereicht. Sie hat nichts mit dem Diesel zu tun, die Vorwürfe haben es aber in sich. Sie richten sich nicht nur gegen den Konzern, sondern auch persönlich gegen VW-Markenvorstand Ralf Brandstätter.

      Kläger ist der bosnische Zuliefererkonzern Prevent, der sich mit Volkswagen seit Jahren in einem heftigen Streit befindet, bei dem beide Seiten alle Register ziehen – inklusive Drohgebärden, Produktionsstopps, geheimer Einsatzgruppen und zahlreicher Klagen.

      Hintergrund: Der Kampf zwischen Volkswagen und Prevent

      Der bosnische Zulieferer Prevent belieferte Volkswagen viele Jahre mit Sitzbezügen und Autoscheiben, wollte oder konnte sich dem Preisdruck der Wolfsburger ab dem Jahr 2013 nicht mehr beugen und begehrte gegen VW auf. Prevent drohte mit Produktionsstopp und machte ihn drei Jahre später auch wahr. Für Volkswagen war das ein ungeheuerlicher Vorgang, der nicht folgenlos blieb. Business Insider liegen VW-Dokumente und 50 Stunden interne Tonaufzeichnungen vor, die belegen, dass Volkswagen schon ab 2013 daran gearbeitet hat, Prevent abzulösen. Ab 2016 wurde eine Sondereinheit mit dem Namen „Projekt 1 eingesetzt, die den Zulieferer ausbooten sollte. Für die Wolfsburger stand fest: Nie wieder sollte der größte Autohersteller der Welt so hilflos sein. Nie wieder sollte Prevent die Produktion lahmlegen können.

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      In der Klageschrift werfen die Bosnier Volkswagen vor, unlautere Absprachen mit den zwei weltweit größten Zulieferern für Sitzbezüge getroffen zu haben, um Prevent aus dem US-Markt zu drängen. Bei den beiden Zulieferern handelt es sich um Adient und die Lear Corporation. Das angeblich übergeordnete Ziel der Wolfsburger: die „Zerstörung“ des bosnischen Konzerns, heißt es in der Klageschrift der Anwälte. Die Ausbootung von Prevent auf dem US-Markt soll fester Bestandteil von „Projekt 1” gewesen sein. Die Bosnier machen VW-Markenchef Ralf Brandstätter persönlich als den Kopf und Drahtzieher hinter dieser Aktion verantwortlich. Die Klageschrift liegt Business Insider vor.

      Brandstätter soll Adient und Lear persönlich zum Boykott angestachelt haben

      Volkswagen soll laut Klageschrift bei der Ausbootung von Prevent in den USA klug vorgegangen sein, weil der Konzern diese nicht unmittelbar selbst in Gang gesetzt, sondern größere Zulieferer in der Produktionskette dazu angestachelt habe, Adient und Lear. Bei den beiden Konzernen handelt es sich um sogenannte „Tier 1“ Zulieferer, die größten in ihrer Branche. Prevent war ein „Tier 2” Zulieferer in den USA und hat Adient und Lear Sitzbezug-Komponenten geliefert, die die beiden Konzerne zu fertigen Bezügen weiterverarbeitet und an Volkswagen ausgeliefert haben.

      Prevent wirft Volkswagen und Ralf Brandstätter vor, Adient und Lear angestiftet zu haben, die Beziehungen zu Prevent abzubrechen. Brandstätter habe persönlich mit Managern von Adient und Lear telefoniert, um sie von dem Boykott zu überzeugen, heißt es in der Anklage. Ab 2018 hatten beide Zulieferer so gut wie kein Geschäft mehr mit Prevent.

      Die Anwälte der Bosnier argumentieren in der Klageschrift, dass Adient und Lear selbst das Geschäft von Prevent übernommen hätten. Volkswagen habe ihnen den Zuschlag dafür außerhalb des vorgeschriebenen Ausschreibungsverfahrens in den USA zugesichert.

      Die beiden „Tier 1 Zulieferer hätten Prevent nach dem Willen von Wolfsburg aber nicht nur vom VW-Geschäft ausschließen, sondern die Geschäftsbeziehungen komplett abbrechen sollen. Prevent stellte für Adient und Lear auch Sitzbezugskomponenten her, die an andere Autobauer gingen.

      Es geht um ein Schadensvolumen von rund 500 Millionen US-Dollar

      Prevent macht in der Klage einen Schaden von 180 Millionen US-Dollar geltend. Geld, das sie bei fortgesetzten Geschäftsbeziehungen angeblich verdient hätten. Das Pikante: Weil der Fall das US-Wettbewerbsrecht berührt, könnte die Schadenssumme, um die Prevent streitet, verdreifacht werden, sagen die US-Anwälte der Bosnier. Gemäß einer Klausel im Wettbewerbsrecht will Prevent rund eine halbe Milliarde Dollar an Schadensersatz einstreichen.

      „Diese Klage enthüllt ein neues Kapitel in Volkswagens „Projekt 1“ – Strategie, die Prevent zerstören sollte. Dieses Mal hat Volkswagen Adient und die Lear Corporation rekrutiert, zwei der größten Autozulieferer der Welt, um unseren Klienten aus dem Markt für Sitzbezüge zu verdrängen”, sagt Duane L. Loft, der US-Anwalt von Prevent.

      Volkswagen reagierte auf Anfrage von Business Insider gelassen und verwies darauf, dass die Klage in Wolfsburg noch nicht vorliege. „Uns ist bislang keine neue Klage in den USA zugestellt worden und wir haben folglich keine Kenntnis über die von Ihnen zitierten Inhalte. Die Auseinandersetzung zur Beendigung der Geschäftsbeziehung zwischen Volkswagen und der Prevent-Gruppe ist allerdings bereits seit Jahren Gegenstand zahlreicher Gerichtsverfahren vor verschiedenen Gerichten und in mehreren Instanzen in Deutschland, in denen Prevent in der Sache erfolglos war, sagte ein Sprecher des Unternehmens. „Aus unserer Sicht wäre eine solche US-Klage daher nur ein weiterer konstruierter Versuch, die Auseinandersetzung in die USA zu ziehen.

      Adient verwies nach Anfrage von Business Insider darauf, dass sich das Unternehmen grundsätzlich nicht zu Kundenbeziehungen äußere. Die Lear Corporation ließ einen Fragenkatalog unbeantwortet.

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