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    Vom PC-Verkäufer zum IT-Milliardär: Wie Ralph Dommermuth ein Unternehmen aufbaute, das kaum einer kennt – dessen Produkte aber Millionen Deutsche nutzen

    Zusammenfassung:United-Internet-Chef Ralph Dommermuth. JOKER/Marcus Gloger/ullstein bild via Getty ImagesRalph Domme

      United-Internet-Chef Ralph Dommermuth.

      JOKER/Marcus Gloger/ullstein bild via Getty Images

      Ralph Dommermuth wurde schon als „Mister Internet bezeichnet und gilt heute als Pionier des deutschen IT-Unternehmertums.

      Als Gründer und Vorstandsvorsitzender der United Internet AG, zu der Marken wie 1&1 und Drillisch gehören, hat er es in den Kreis der reichsten Deutschen geschafft.

      Angefangen hat er als Banklehrling und Computer-Verkäufer. Die aggressive Einkaufspolitik seines ersten Unternehmens brachte ihm schnell große Erfolge – und nicht immer nur Freunde.

      Mehr Artikel auf Business Insider findet ihr hier.

      Was Dagobert Duck für Entenhausen ist, ist Ralph Dommermuth für Montabaur: Der reichste Bewohner der Stadt. So thront auf dem Konferenztisch des 56-jährigen Westerwälders gar eine Spardose im Dagobert-Duck-Design. Genau wie sein fiktives Vorbild verfügt auch Dommermuth über ein erstaunliches Talent, Geld zu verdienen – und dieses dann auch zu behalten. Und er schreckt, wenn man den Gerüchten Glauben schenken mag, vor wenig zurück, um den Erhalt seines Vermögens zu sichern.

      1963 wurde Dommermuth im beschaulichen Dernbach, einer Gemeinde, die neben einem Autobahndreieck und dem Grab der katholischen Heiligen Maria Katharina Kasper nicht viel zu bieten hat, als Sohn eines Immobilienmaklers geboren. Der legte seinem Kind das kaufmännische Talent in die Wiege, und so begann Dommermuth nach der schulischen Ausbildung – in dessen Zuge er das Abitur zugunsten der höheren Handelsschule abbrach – eine Banklehre bei der Deutschen Bank. Als er diese 1983 fertigstellte, sollten noch weitere zehn Jahre vergehen, bis das Forschungszentrum CERN das World Wide Web 1993 der Öffentlichkeit frei zugänglich machte und somit dem digitalen Zeitalter die letzten Weichen stellte.

      Zu dem Zeitpunkt war Dommermuth bereits seit zehn Jahren im Geschäft der Einsen und Nullen tätig, vertrieb seit seiner abgeschlossenen Ausbildung Computer für ein örtliches Unternehmen und gründete 1988 sein erstes eigenes Unternehmen: Die 1&1 EDV-Marketing GmbH im weniger als 5 Kilometer vom Heimatort entfernten Montabaur.

      Bis die Firma in der milliardenschweren Aktiengesellschaft United Internet aufgehen sollte, vergingen jedoch viele Jahre. Jahre, in denen Gründer Dommermuth ein regelrechtes Konglomerat von Unternehmen unter seinen Fittichen vereinte.

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      Geschäftsmodell der ersten Iteration von 1&1 waren Werbekampagnen für kleine Software-Unternehmen. Der Einstieg in die Netzbetreiber-Riege folgte dann ein paar Jahre später, 1992, als Dommermuth sein Unternehmen in Richtung des Dunstkreises des damaligen Monopolisten Telekom manövriere. Zunächst vertrieb er für das Unternehmen BTX-Zugänge – ein interaktiver Onlinedienst und Vorläufer des Internets. Später nahm die Telekom das Geschäft dann selbst in die Hand und gründete t-online, wenig später vertrieb Dommermuth auch für den Ableger die Zugänge zu BTX – und später zum Internet.

      Da das Geschäft mit den BTX- und Internet-Zugängen so gut lief, verlagerte Dommermuth 1996 den Fokus seines Unternehmens schlussendlich komplett und baute 1&1 zum Serviceprovider um. Zwei Jahre später folgte der Börsengang und damit sehr viel mehr Geld, als es der Westerländer jemals zuvor gesehen hatte.

      Doch wenngleich Dommermuth auch dem Segeln nicht abgeneigt ist und hin und wieder ein paar Hunderttausend Euro an wohltätige Zwecke oder die CDU spendet, den Großteil des Kapitals setzte er dazu ein, noch mehr Geld zu verdienen.

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      Und so fing er an, große und kleine Unternehmen zu übernehmen. Webportale wie GMX, Mail.com und Web.de gehörten dazu. Auch Hostingprovider wie Strato und Fasthosts. Auf dem Zenit des Internet-Booms um die Jahrtausendwende gehörten 17 Unternehmen zur 1&1 AG und Dommermuth änderte den Namen seines Unternehmens, dass von einer Marketing-Firma zu einem führenden Netz-Provider und schließlich zu einer Holding geworden war, in United Internet um, deren Anteile er nach wie vor zu über 42 Prozent hält.

      Trotz des enormen Erfolges waren auch Dommermuth und sein Unternehmen United Internet nicht vor den Abstürzen der Dotcom-Blase gefeit. So musste auch der einstige „Mister Internet“ – so taufte ihn das Magazin „Stern” einmal – viele seiner Firmen abstoßen, um dem Untergang zu entkommen. Fortan konzentrierte sich die Holding auf die Standbeine Webhosting, Onlinewerbung und Internetanschlüsse.

      Auf dem Weg zu den Milliarden war es dem einst einzigen Internet-Milliardär des Landes nicht vergönnt, keine Feinde zu machen. So war er viele Jahre mit dem einstigen Telekom-Chef René Obermann befreundet, nutzt nun für seine Provider 1&1 jedoch auch die Netze von konkurrierenden Netzbetreibern. Die „Welt“ schrieb einmal, dass es aus den Kreisen der Telekom, eines der größten Konkurrenzunternehmen Dommermuths, hieß: „Wenn es ums Geld geht, hört bei Dommermuth die Freundschaft auf – und zwar früher als bei anderen”.

      Auch dank dieser Fokussierung aufs Wesentliche hat Dommermuth es laut „Forbes auf ein Privatvermögen von 3,8 Milliarden US-Dollar geschafft. Geld, dass er nicht nur fürs Segeln und Segelsponsoring ausgibt, sondern auch für den Fußballclub seiner Wahl: den BVB. So ist 1&1 seit der aktuellen Fußballsaison Hauptsponsor von Borussia Dortmund und Dommermuth kurzerhand mit 5 Prozent in die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA eingestiegen. In den VIP-Logen des Signal-Iduna-Parks wird man den scheuen Milliardär jedoch eher nicht sehen.

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