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    Studie: Kita-Plätze helfen Frauen, wieder arbeiten zu können — erhöhen aber nicht das Familieneinkommen

    Zusammenfassung:riopatuca/Shutterstock„Mutterschaftsstrafe“ meint den tiefen finanziellen Einschnitt, den Kinder im

      riopatuca/Shutterstock

      „Mutterschaftsstrafe meint den tiefen finanziellen Einschnitt, den Kinder im Leben ihrer Eltern bedeuten — vor allem, wie der Begriff schon sagt, für die Mütter.

      Ein Team um die Ökonomin Michaela Slotwinski am Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hat untersucht, wie dieser Einschnitt mit der Möglichkeit einer Kinderbetreuung zusammenhängt.

      Demnach erhöhen Kita-Plätze zwar nicht das Familieneinkommen insgesamt, führen aber dazu, dass Frauen wieder in Erwerbsarbeit kommen.

      Mehr Artikel auf Business Insider findet ihr hier.

      Wenn Forscher von der „Mutterschaftsstrafe“ oder auch von „child penalties” sprechen, dürfte sich das für viele Eltern erst mal schrecklich anhören. Schließlich lieben sie ihre Kinder und haben sich diese meist sehnlich gewünscht, auch wenn sie ihr Leben auf den Kopf stellen. Warum soll es dann eine Strafe sein, Mutter zu werden?

      Gemeint ist damit aber der tiefe finanzielle Einschnitt, den Kinder im Leben ihrer Eltern bedeuten — vor allem bei den Müttern. Kinder erhöhen das Armutsrisiko von Frauen enorm. Und das nicht nur im Baby- und Kleinkind-Alter, sondern noch lange danach: Zehn Jahre nach der Geburt ihres ersten Kindes verdienen Mütter in Deutschland durchschnittlich 60 Prozent weniger als im letzten Jahr vor der Geburt. Das hat auch Folgen für ihre zu erwartende Rente und bedeutet für die Mütter im schlimmsten Fall eine große Abhängigkeit vom Partner und der staatlichen Sozialfürsorge.

      Kinder bedeuten für Mütter enorme Einkommenseinbußen

      Ein Team um die Ökonomin Michaela Slotwinski am Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hat das Phänomen und den Zusammenhang mit einer Möglichkeit zur Kinderbetreuung näher untersucht. Denn fehlende Kita-Plätze gelten als größtes Hindernis für die Erwerbstätigkeit von Müttern. Die Wissenschaftler nutzten dazu Daten aus der Schweiz, die aus den Jahren zwischen 2001 und 2015 stammen. Während im Kanton Bern zu Beginn dieses Zeitraums nur 26 von 401 Gemeinden eine Kinderbetreuung anboten, führten dies 59 weitere in den folgenden Jahren ein.

      „Wir beobachten, dass das Einkommen von Frauen nach der ersten Geburt um rund 70 Prozent sinkt. Führen Gemeinden ein Kinderbetreuungsangebot ein, reduziert sich diese Mutterschaftsstrafe um rund 4,5 Prozentpunkte, sagt Slotwinski. Besonders stark mache sich der Effekt bei Haushalten im unteren Bereich der Einkommensverteilung bemerkbar: Dort fielen die Einkommenseinbußen durch das Betreuungsangebot sogar um 11,2 Prozentpunkte geringer aus.

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      Das deckt sich mit Erkenntnissen aus Vergleichen zwischen West- und Ostdeutschland. Während in der alten Bundesrepublik Mütter nach der Geburt ihres Kindes meist lange Zeit beruflich pausierten, gab es in der DDR eine umfassende staatliche Kinderbetreuung. Der Unterschied macht sich bis heute bemerkbar: Frauen in Westdeutschland erhalten deutlich weniger Rente als ihre Geschlechtsgenossinnen im Osten. Und der Gender Pay Gap, also der Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen, liegt in Ostdeutschland nur bei sieben Prozent, während er in Westdeutschland 21 Prozent beträgt. Bis heute werden Kinder unter drei Jahren im Osten wesentlich häufiger außer Haus betreut als im Westen.

      Kinderbetreuung ermöglicht es Frauen, im Arbeitsmarkt aktiv zu bleiben

      Allerdings: Ganz aufheben lassen sich die Einkommenseinbußen für Familien nicht. „Unsere Daten zeigen gleichzeitig: Auch ein Betreuungsangebot kann nicht verhindern, dass das Familieneinkommen sinkt, sobald ein Kind da ist. Selbst wenn Eltern auf Kinderbetreuung zurückgreifen können, reduziert sich ihr gemeinsames Einkommen um rund 20 Prozent, sagt Ökonomin Slotwinski, die am ZEW für den Bereich Soziale Sicherung und Verteilung zuständig ist.

      Mütter tragen im Schnitt nur zu zehn Prozent zum Familieneinkommen bei. Durch die Kinderbetreuung lässt sich der Beitrag auf 13 Prozent steigern. Das klingt wenig, zeigt aber doch Wirkung, meinen die Forscher. „Der Beitrag von Müttern zum Familieneinkommen ist zwar gering, doch bleiben sie durch das Betreuungsangebot immerhin im Arbeitsmarkt aktiv. Gerade in Familien mit Haushaltseinkommen unterhalb des Medians sehen wir einen deutlichen Effekt“, so Slotwinski. „Ohne Kita-Platz steigern frischgebackene Väter in diesen Haushalten ihr Gehalt deutlich. Diese Erhöhung erzielen die Väter vermutlich durch Mehrarbeit oder eine neue Stelle. Steht Betreuung zur Verfügung, fällt dieser Effekt um 8,4 Prozentpunkte geringer aus.”

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      Je länger Mütter aus dem Beruf aussteigen, desto schwieriger ist es für sie, auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. Durch längere Auszeiten von Frauen nach Geburten werde ihre Qualifikation in den Augen vieler Arbeitgeber entwertet, meinten schon die Autoren einer Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung aus dem vergangenen Jahr. Während die Väter zur gleichen Zeit beruflich aufsteigen, befördert werden und mehr verdienen, weil sie mehrheitlich für das Familieneinkommen verantwortlich sind, bleiben Frauen oft zurück — der Gehaltsunterschied zwischen den Geschlechtern wird so immer größer.

      „Will man mehr Mütter in Erwerbsarbeit bringen, sind Kita-Plätze ein sinnvolles Instrument — auch mit Blick auf deren Armutsrisiko und Altersvorsorge, ist das Fazit der ZEW-Ökonomin Slotwinski. „Die finanzielle Situation von Familien insgesamt kann ein Betreuungsangebot allerdings, basierend auf unseren Resultaten, nicht verbessern.

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