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    „Das meiste Geld verdienen immer noch die deutschen Automobilhersteller – und nicht Tesla

    Zusammenfassung:Immer neue Studien und Meinungen zur Lage der Autoindustrie verwirren die Verbraucher zunehmend, mei

      Immer neue Studien und Meinungen zur Lage der Autoindustrie verwirren die Verbraucher zunehmend, meint unser Auto-Insider Christian Malorny.

      Dabei spielen nach seiner Einschätzung Stimmungslagen und Ideologien eine größere Rolle als Fakten. Vor allem Tesla wird dabei stets gelobt, während den deutschen Herstellern Verschlafenheit vorgeworfen wird.

      Malorny fordert deshalb endlich eine strategische Industriepolitik für die Branche.

      Mehr Artikel auf Business Insider findet ihr hier.

      Die Welt, auf die wir zusteuern, wird immer komplexer. Trotzdem sehnen wir uns nach einfachen Antworten, die uns Halt und Orientierung geben. Doch einfache Antworten gibt es nicht. Das gilt erst recht für die Zukunft der Automobilindustrie.

      Was soll das heißen? In Zeiten der digitalen Transformation, wie sie in der Autoindustrie in vollem Gange ist, lohnt sich diese Frage besonders. Wörter können die Wirklichkeit verzerren und Unschärfe lässt Misstrauen wachsen. Im Wochentakt erscheinen Studien mit Aussagen zur Automobilindustrie, oft widersprechen sie sich in vielfältiger Weise.

      Mal ist das E-Auto der „Heilsbringer“ und die einzig sinnvolle Antriebsart zur „Rettung der Menschheit”. Mal ist das E-Auto eine klimabilanzielle Katastrophe und das Festhalten am bewährten Verbrennungsantrieb die einzig wahre Schlussfolgerung. Dann wird der deutschen Autoindustrie „Verschlafenheit vorgehalten und Tesla in den Himmel gelobt. Doch das meiste Geld verdienen immer noch die deutschen Automobilhersteller – nicht Tesla. Wer ein Auto kaufen möchte, egal ob privat oder geschäftlich, muss heutzutage zurecht irritiert sein. Die Politiker sind es allemal, was anhand deren Förderpolitik für die Automobilbranche, gerade in Covid-19-Zeiten, deutlich wird.

      Die Orientierungslosigkeit zur Zukunft der Autoindustrie ist derzeit groß

      Was sagt uns das? Die Orientierungslosigkeit zur Zukunft der Autoindustrie ist groß. Das ruft selbsternannte Propheten auf den Plan: NGOs, Stiftungen und einschlägige Wissen­schaftsbetriebe. Sie alle verbreiten mehr oder weniger punktuelle Einzelwahrheiten, die aber im Kontext der ganzheitlichen Transformation der Automobilindustrie entweder falsch, zumindest aber häufig banal sind und vielfach für egoistische Einzelzwecke missbraucht werden. Für die Wahrnehmung des Autos, beziehungsweise der individuellen Mobilität in der Gesellschaft, ist das fatal. Dabei lassen sich drei Muster beobachten:

      Vorausssehbare Entwicklungen werden als überraschende Erkenntnis dargestellt: So wird vom privatwirtschaftlichen Center Automotive Research unter Leitung von Prof. Ferdinand Dudenhöffer der Dieselmotor zum Auslaufmodell erklärt, weil dessen Zulassungsanteil 2019 um 14 Prozent in Europa einbrach und jetzt nur noch bei rund 30 Prozent aller Autozulassungen liegt. Aber das war zu erwarten, weil der Dieselmotor seine Vorteile nur noch bei großen und schweren Fahrzeugen ausspielen kann. Andere Antriebsformen, wie der Otto-Verbrennungsmotor, haben den Dieselmotor bei Verbrauchswerten in kleinen Autos über­holt. Zudem gibt es mit vielfältigen Hybrid- und E-Antrieben ganz neue Antriebs­technologien, deren Anschaffung massiv mit Geld gefördert wird. Werden diese gekauft, was zunehmend der Fall ist, so sinkt in einem gesättigten Markt der relative Anteil der Dieselfahrzeuge. Eine Überraschung?

      Das Tempolimit ist ein gutes Beispiel, wie Ideologie Fakten ausbremsen kann

      Einzelthemen werden zu Ideologien stilisiert: Das Thema Tempolimit auf Autobahnen, von dessen hiesiger Durchsetzung der Grünen-Chef Robert Habeck eine Regierungsbeteiligung seiner Partei abhängig machen möchte, ist ein gutes Beispiel wie Ideologie Fakten ausbremsen kann. Verwiesen wird dabei auf das Unfallgeschehen und den CO2-Ausstoß. Dass die Unfallzahlen auf Autobahnen mit Tempolimit in den europäischen Nachbarländern überall höher sind als bei uns und dass die Höhe des CO2-Ausstoßes durch schnelles Fahren über 130 km/h eine kaum wahrnehmbare Größe einnimmt, wird nicht gesagt. Gleichfalls wird nicht zur Kenntnis genommen, dass das nicht-vorhandene Tempo­limit in Deutschland für Kunden, insbesondere im Ausland, ein Qualitätsmerkmal für die Geschwindigkeit deutscher Fahrzeuge verstanden werden kann und als Innovationstreiber gilt.

      Statistiken sollen die absolute Wahrheit belegen: Das dritte Muster fällt in die Kategorie „Sag es mit Statistik. Bestes Beispiel hierfür ist die Frage, welchen Beitrag ein E-Fahrzeug tatsächlich zur CO2-Vermeidung beiträgt. So sollte es mittlerweile Allgemeinwissen sein, dass für den Betrieb von E-Fahrzeugen sowie für die Produktion von Batterie und Fahrzeug erneuer­bare Energien eingesetzt werden sollten. Nur so lässt sich das ganze Einsparpotential der E-Antriebstechnologie nutzen. Dass gleichwohl immer wieder Studien veröffentlicht werden – selbst von renommierter Seite, wie etwa 2019 vom Ifo-Institut – die dem E-Fahrzeug eine nachteilige Klimabilanz attestieren, verwundert. Dabei sind die Ergebnisse nicht falsch. Sie nehmen nur für die Ergebnisberech­nung abwegige Input-Parameter an. So ist es doch nur logisch, dass wenn ein E-Fahrzeug mit dem üblichen europäischen Strommix geladen wird, die darin enthaltene Kohleverstromung klimabilanziell nachteilig wirken muss. Das überrascht keinen, wird aber noch 2019 als neue Erkenntnis veröffentlicht.

      Die Gesetzgebung wird stark von der Stimmungslage beeinflusst, nicht von den Fakten

      Dabei sind fragwürdige Interpretationen von Daten und Fakten nur die eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist das Vakuum, das die Automobil­industrie selbst hinterlässt. So werden in Veröffentlichungen zu wenig eigene Ansichten und vor allem Fakten gegenübergestellt und so die gesellschaftliche Wahrnehmung beeinflusst. Aus Worten werden Bilder, aus Bildern werden Gedanken, und aus Gedanken werden Taten oder Gesetze. Derzeit hat man den Eindruck, dass die Gesetzgebung stark von der gesellschaft­lichen Stimmungslage beeinflusst wird und dass Fakten, seien sie noch so richtig, nur noch begrenzt durchdringen.

      Insofern drängt die Zeit. Die deutsche Automobilindustrie benötigt eine Industriestrategie für die Transformation. Trotz Wettbewerbs sollten die Unternehmen einen Weg finden, miteinander zu reden. Eine konstruktive Lösungssuche beginnt mit der Einigung über die Wirklichkeit, denn es steht viel auf dem Spiel. Wir benötigen mehr Mut und eine klare Positionierung, um unsere bedeutende globale Leitindustrie, von der eine Vielzahl deutscher und europäischer Unternehmen direkt oder indirekt abhängig sind, in die Zukunft zu führen.

      Unser Insider Dr. Christian Malorny ist Chef des weltweiten Automobilbereichs der renommierten Unternehmensberatung KEARNEY. Malorny beschäftigt sich mit den unternehmerischen Herausforderungen der Automobilindustrie und seiner Lösungen zur Zukunft der Mobilität. Privat ist er begeisterter Fan deutscher Kleinwagen der Nachkriegszeit und fährt im Alltag das seltene 1-Liter-Fahrzeug von VW.

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