|

Informationen

    Zuhause   >     Branchen    >     Textteil

    E-Autos, die sich selbst auftanken: Hersteller verbauen immer öfter Solarmodule

    Zusammenfassung:Im Sommer 1982/1983 durchquerte das erste...

      Im Sommer 1982/1983 durchquerte das erste, völlig von Solarenergie angetriebene E-Auto Australien. Für die 4.130 Kilometer von Perth bis nach Sydney brauchte der „Quiet Achiever, wie ihn seine Erfinder nannten, nur 20 Tage. Die Bedingungen waren gut: Die Sommer in Australien sind heiß und hell. Außerdem herrschte zu der Zeit eine der verheerendsten Dürreperioden in der Geschichte des Landes.

      Das Dach des Bastlerprojektes war mit 36 Solarzellen auf einer Fläche von 8,5 Quadratmetern ausgestattet. Recht unpraktisch im hiesigen Straßen- und Stadtverkehr also. Doch seitdem hat sich viel auf dem Markt der alternativen Antriebsarten getan.

      Der Vormarsch des E-Autos

      E-Autos sind inzwischen voll im Trend. Angekurbelt von politischen und gesellschaftlichen Debatten um Nachhaltigkeit und Klimaschutz erobern sie unsere Städte. Allein in Deutschland sind vergangenes Jahr fast 70.000 E-Autos zugelassen worden (Plug-in-Hybride und reine E-Autos zusammen). In Norwegen war 2018 fast jede zweite Neuzulassung 2018 ein E-Auto.

      Zwar sind noch immer sehr viel mehr Autos mit Verbrennungsmotoren unterwegs, die E-Auto-Branche erfährt jedoch enormes Wachstum. Mittlerweile stellt fast jeder große Automobilhersteller — von Audi bis VW — eigene E-Autos und Plug-in-Hybride her und immer mehr Parkplätze unserer Innenstädte sind mit Ladestationen ausgestattet, die die Autos mit Strom versorgen.

      Lest auch: E-Autos schaden der Umwelt mehr als Diesel, sagen Wissenschaftler

      Doch das E-Auto hat erhebliche Nachteile: Die Reichweite ist oft wesentlich geringer als die von Autos mit Verbrennungsmotor und das Aufladen der Batterien dauert um ein vielfaches länger als das Betanken traditioneller Wagen. Zudem werden die Batterien unter erheblichem Energieeinsatz produziert.

      Für eine Fahrt in den Urlaub müssen, je nach Reiseziel, zusätzliche Tage eingerechnet werden. Außerdem muss sichergestellt werden, ob das Reiseziel über die entsprechende Infrastruktur verfügt. Ein Lösungsvorschlag für das Problem richtet den Blick gen Himmel.

      Die Sonne gegen die Ladesäule

      Die vergleichsweise geringen Reichweiten verdammen das E-Auto zurzeit weitgehend zum Stadtflitzer. Doch Batterien werden immer leistungsstärker, womit dieses Problem womöglich schon bald der Vergangenheit angehören dürfte. So verspricht beispielsweise das Start-up Innolith, E-Autos mit Akkus ausstatten zu können, die für eine Reichweite von 1.000 Kilometern ausreicht. Das entspricht etwa der Strecke zwischen Berlin und Mailand.

      Nicht ganz so weit kommt das Lightyear One des namensgebenden niederländischen Start-ups Lightyear. Doch das Unternehmen verspricht immerhin eine Reichweite von 725 Kilometern, was für eine Fahrt von Berlin nach Amsterdam reicht. Stimmen diese Zahlen, stößt das kleine Start-up mit seinem E-Auto den bisherigen Reichweitenkönig – das Tesla Model S – vom Thron.

      Das Lightyear One erreicht seine herausragende Reichweite nicht nur durch einen leistungsstarken Akku, sondern auch durch Solarzellen, die über die gesamte Karosserie verteilt sind. Diese sorgen laut Hersteller für bis zu zwölf zusätzliche Kilometer pro Stunde. Voraussetzung dafür ist allerdings eine klare Sicht auf die Sonne.

      Die Konkurrenz des Lightyear One

      Doch das niederländische Start-up ist nicht der einzige Automobilhersteller, der die Sonne als zusätzlichen (kostenfreien) Energiebringer mit einbinden will. Auch Branchengrößen wie Toyota und Hyundai arbeiten an E-Autos mit Solarzellen auf der Haube.

      Der Toyota Prius beispielsweise kann in seiner neuesten Version als Plug-in-Hybrid mit optionalem Solardach gekauft werden. Das kostet 3.000 Euro extra und bringt bis zu fünf Kilometer zusätzliche Reichweite – pro Tag.

      Lest auch: Vor 3 Jahren versprach Elon Musk die Solardach-Revolution — Teslas Kunden warten noch immer auf die Lieferung

      Auch der koreanische Autohersteller Hyundai kündigte kürzlich ein Hybrid-Auto an, das über ein Solardach verfügt. Das soll dem Hyundai Sonata 45 zusätzliche Kilometer pro Tag bescheren.

      Zu Lightyear gesellt sich auch ein deutsches Start-up: Sono Motors aus München hat bereits 2012 die Idee für ein kompaktes E-Auto, dessen Akku auch mithilfe von Sonnenenergie geladen wird. Der Sono Sion soll noch dieses Jahr erscheinen und mit Solarzellen, die überall auf der Karosserie verteilt sind, für bis zu 34 Kilometer zusätzliche Reichweite am Tag sorgen.

      Die Sonne als Ladesäulenersatz?

      Obwohl der „Quiet Achiever bereits 1982 ganz Australien durchquerte, befindet sich die Technologie als Massenware noch in der Frühphase. Die wenigen Kilometer, die die kostspieligen Solarzellen ermöglichen, reichen noch nicht für viel mehr als kürzere Wege in der Stadt.

      „Die Reichweitenerweiterung der E-Autos durch Solarenergie ist auf den ersten Blick eine gute Idee“, sagt Andreas Pyka, Professor für Innovationsökonomik an der Universität Hohenheim, gegenüber Business Insider Deutschland. „Sie wird aber sicherlich von der technischen Leistungsfähigkeit der Solarzellen sowie der Energiebilanz der Herstellung der Solarzellen Einschränkungen erfahren, da es ja auf die Gesamtbilanz ankommt.”

      Fahrer, die ihr E-Auto lediglich für die wenigen Kilometer zur Arbeit und zurück benutzen, könnten sich über die zusätzliche Reichweite freuen. Die Ladesäule wird die Sonne so schnell allerdings nicht ersetzen, zumal man sich nicht – anders als im australischen Outback – auf ihr Scheinen verlassen kann.

      Außerdem wird das Auto, ob nun angetrieben von einem Verbrennungsmotor, einer Lithium-Batterie oder durch Solarzellen, „keine entscheidende Rolle für ein neues nachhaltiges Mobilitätsparadigma spielen, da sie ressourcenineffizient sind (zu wenig Nutzung) und zu viel Platz verbrauchen, so Pyka.

      „Wenn die zukünftigen (städtischen) Mobilitätslösungen mit autonomen Robo-Taxis arbeiten, dann gibt es viel weniger Fahrzeuge. Die Frage nach dem Antriebsstrang kann dadurch in den Hintergrund rücken. Da stimmt ihm auch Christof Wetter, Professor im Fachbereich Energie an der Fachhochschule Münster, zu: „Wir brauchen eine Verkehrswende – weg vom motorisierten Individualverkehr und hin zu Sharing- und ÖPNV-Modellen.

    Brennpunkt Nachrichten

    United Arab Emirates Dirham

    • United Arab Emirates Dirham
    • Australia Dollar
    • Canadian Dollar
    • Swiss Franc
    • Chinese Yuan
    • Danish Krone
    • Euro
    • British Pound
    • Hong Kong Dollar
    • Hungarian Forint
    • Japanese Yen
    • South Korean Won
    • Mexican Peso
    • Malaysian Ringgit
    • Norwegian Krone
    • New Zealand Dollar
    • Polish Zloty
    • Russian Ruble
    • Saudi Arabian Riyal
    • Swedish Krona
    • Singapore Dollar
    • Thai Baht
    • Turkish Lira
    • United States Dollar
    • South African Rand

    United States Dollar

    • United Arab Emirates Dirham
    • Australia Dollar
    • Canadian Dollar
    • Swiss Franc
    • Chinese Yuan
    • Danish Krone
    • Euro
    • British Pound
    • Hong Kong Dollar
    • Hungarian Forint
    • Japanese Yen
    • South Korean Won
    • Mexican Peso
    • Malaysian Ringgit
    • Norwegian Krone
    • New Zealand Dollar
    • Polish Zloty
    • Russian Ruble
    • Saudi Arabian Riyal
    • Swedish Krona
    • Singapore Dollar
    • Thai Baht
    • Turkish Lira
    • United States Dollar
    • South African Rand
    Tageskurs  :
    --
    Bitte geben Sie den Betrag ein
    United Arab Emirates Dirham
    Umwandelbarer Betrag
    -- United States Dollar
    Warnung

    Die von WikiFX verwendeten Daten sind alle offiziellen Daten, die von Regulierungsinstituten wie FCA, ASIC veröffentlicht werden. Alle veröffentlichten Inhalte basieren auf den Grundsätzen der Fairness, Objektivität und Wahrheit. Es akzeptiert keine Provision von Devisenhandel Plattform, einschließlich PR-Gebühren, Werbegebühren, Rankinggebühren, Löschgebühren für Daten. WikiFX ist bemüht, die Daten mit den von Regulierungsinstituten veröffentlichten Daten in Einklang zu bringen, ist jedoch nicht verpflichtet, sie in Echtzeit einzuhalten.

    In Anbetracht der Komplexität der Devisenbranche werden einige Kaufmänner von betrügerischen Instituten gesetzlich lizenziert. Wenn die von WikiFX veröffentlichten Daten nicht den Tatsachen entsprechen, verwenden Sie bitte die Funktion Beschwerden und Korrekturen, um uns zu informieren. Wir werden sofort prüfen und die Ergebnisse veröffentlichen.

    "Devisen, Edelmetalle und CFDs (OTC-Kontrakte) sind Hebelprodukte, die mit hohen Risiken verbunden sind und zu Verlusten Ihres Anlagekapitals führen können. Bitte investieren Sie rational."

    Besondere Hinweise: Die von WikiFX bereitgestellten Informationen dienen nur als Referenz und geben keine Anlageberatung an. Die Devisenplattform wird vom Kunden selbst gewählt, das Risiko des Plattformbetriebs hat nichts mit WikiFX zu tun, und der Kunde hat die entsprechenden Konsequenzen und Verantwortlichkeiten zu tragen.

    ×

    Land / Bezirk auswählen